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WRC: Rallye Monte-Carlo Andreas Mikkelsen, Mikko Markkula, VW Polo WRC, Rallye Monte-Carlo 2014

Spannung nur dank Loeb?

Mit dem Klassiker schlechthin beginnt am Donnerstag die Rallye-WM 2015; wird das Loeb-Comeback bereits der Höhepunkt der Saison sein?

Trockener Asphalt, Regen, Schnee oder Eis: Wohl kein anderer Lauf zur Rallye-WM stellt die Teilnehmer vor größere Herausforderungen als die Rallye Monte-Carlo, der Saisonauftakt in den französischen Seealpen oberhalb des mondänen Mittelmeerfürstentums Monaco.

Verwinkelte Pisten, enge Serpentinen, rasante Passabfahrten und unnachgiebige Felswände zeichnen die "Monte" ebenso aus wie unvorhersehbare Wetterkapriolen. Wer hier gewinnen will, benötigt Fingerspitzengefühl, denn trockene Straßen und regennasse Oberflächen wechseln sich oft innerhalb der selben Sonderprüfung mit Schnee und Eis ab.

Die WRC-Saison 2015 beginnt am Donnerstag vor dem Casino in Monte Carlo – schillernde Lichter, prachtvolle Jachten im Hafen und das Meeresrauschen im Hintergrund. Nach der Startzeremonie warten in den Seealpen die ersten zwei Sonderprüfungen auf das Teilnehmerfeld. Im Anschluss sammeln sich die Fahrer im Servicepark von Gap, der Heimat des amtierenden Weltmeisters Sébastien Ogier.

Am Freitag befahren die Lenkradakrobaten überwiegend Neuland und begeben sich dabei besonders hoch hinaus: Die 25,40 Kilometer lange Sonderprüfung "Les Costes - Saint-Julien-en-Champsaur" bleibt vom Start bis ins Ziel auf über 1.000 Metern Höhe. Maximal klettern die World Rally Cars die Passstraßen auf bis zu 1.542 Meter hinauf.

Am Samstag Morgen nehmen die Piloten einen Mix aus neuen und klassischen Prüfungen unter die Räder. Darunter befindet sich auch die Prüfung "Lardier et Valença - Faye", mit 51,66 Kilometern die längste der diesjährigen "Monte". Am Nachmittag brechen die Akteure wieder in Richtung Monaco auf.

Nahe des Fürstentums stehen am Sonntag die letzten drei Sonderprüfungen auf dem Programm. Hierzu gehört die legendäre, 31,66 Kilometer lange Prüfung "La Bollene-Vesubie - Sospel", die über den berühmten Col de Turini führt. Dort begeistern die rund 300 PS starken Turbo-Allradler das Publikum mit spektakulären Drifts. Wetterkapriolen wie plötzlicher Schneefall und vereiste Straßen können für zusätzliche Spannung sorgen. Zu Mittag endet der Saisonauftakt nach 355 gewerteten Kilometern und 15 Sonderprüfungen in Monte Carlo.

Das Weltmeisterteam von VW schickt seine bewährten Driftasse mit drei Polo WRC in den Kampf um Bestzeiten. Während Champion Ogier und Jari-Matti Latvala einen 2015er-Polo pilotieren, steuert Andreas Mikkelsen noch ein Vorjahresauto. Citroën nimmt mit drei DS3 WRC die Verfolgung auf. Einen davon lenkt Rekordweltmeister Sébastien Loeb, der die Rallye Monte-Carlo bislang sieben Mal gewinnen konnte. Die Stammpiloten Kris Meeke und Mads Østberg sitzen in den weiteren DS3.

In den Ford Fiesta WRC von M-Sport rollen Elfyn Evans, Ott Tänak und Bryan Bouffier an den Start. Hyundai nimmt die zweite Saison nach dem WM-Comeback noch einmal mit dem bewährten i20 WRC in Angriff; die Neuentwicklung auf Basis der nächsten i20-Generation wird ihr Debüt erst zu einem späteren Zeitpunkt feiern. Wie im vergangenen Jahr vertrauen die Koreaner auf Thierry Neuville und Dani Sordo.

Eine zusätzliche Attraktion sind die RGT-Porsche von François Delecour, Romain Dumas und Marc Duez. Wichtige Regeländerung: Erstmals greift auch bei der "Monte" die sogenannte Rally2-Regel. Sie erlaubt es nach einem Unfall oder Defekt die Veranstaltung am nächsten Tag mit einer Zeitstrafe wieder aufzunehmen.

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