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WRC: Rallye Monte-Carlo

Auch Hyundai steht in den Startlöchern

Hyundai behält für die vierte WM-Saison sein Fahreraufgebot bei; ist Vizeweltmeister Thierry Neuville ein Anwärter auf den WM-Titel?

Mit Spannung wird der Saisonstart der Rallye-WM 2017 mit dem Klassiker in Südfrankreich am kommenden Wochenende erwartet. Dank der neuen Autos und des Rückzugs des VW-Werksteams weiß niemand, wie die Hersteller aufgestellt sind, doch Hyundai könnte Favorit auf den WM-Titel sein. Der südkoreanische Automobilbauer mit Sitz im deutschen Alzenau nimmt seine vierte Saison in der Rallye-WM in Angriff. Die gesammelte Erfahrung floss in das neue i20 Coupé WRC ein, das seit dem vergangenen April mehr als 6.000 Testkilometer abgespult hat.

Bei allen 13 WM-Läufen wird Hyundai mit Thierry Neuville, Hayden Paddon und Dani Sordo an den Start gehen. Für die Marken-WM gilt Hyundai somit als sicherer Tipp, denn laut Reglement 2017 zählen nunmehr stets die WM-Punkte der beiden bestplatzierten Fahrer. Sordo ist seit Jahren ein solider Punktegarant, Neuville und Paddon sind meist Anwärter auf Podestplätze. "Wir haben wichtige Stabilität bei unseren drei Crews", sagte Teamchef Michel Nandan. "Die 'Monte' wird ein erster Test gegen harte Gegner, aber wir sind zuversichtlich."

Bei den Fahrern zählt Neuville zumindest auf dem Papier zu den Titelanwärtern. In der abgelaufenen Saison hat der Belgier wieder zu seiner Topform gefunden. Einem Sieg auf Sardinien folgten zwei vierte Plätze. Anschließend stand Neuville sechs Mal in Folge auf dem Podest und krönte sich zum zweiten Mal in seiner Karriere zum Vizeweltmeister. Kann er einen solchen Erfolgslauf auch im neuen Jahr reproduzieren, wird der 28jährige in der WM zweifellos eine Rolle spielen.

Vor zwölf Monaten eroberte Neuville bei der Rallye Monte-Carlo den dritten Platz – sein bestes Ergebnis bei diesem Klassiker. "Meine Ergebnisse in Monte Carlo sind durchwachsen, aber beim letzten Mal stand ich auf dem Podest. Es ist zweifellos eine tolle Veranstaltung und für die Fans spektakulär. Es gibt aber auch viel Strategie, alle im Team sind involviert", berichtete Neuville über die Veranstaltung in den südfranzösischen Seealpen.

Teamkollege Paddon hat diesen Saisonauftakt erst ein Mal bestritten und gilt deshalb als Außenseiter. "Ich fühle mich für die neue Saison in guter Form", so der Neuseeländer. Über den Jahreswechsel weilte er im sommerlichen Neuseeland, nun begrüßten ihn vergangene Woche Schnee und Kälte in Europa. Zur Vorbereitung gab es für alle drei Fahrer Testfahrten. "Ich bin vorsichtig optimistisch, was das Potenzial des i20 betrifft", sagte Paddon, "aber wir wissen es nicht, bevor wir nicht die Prüfungen fahren." Sein Ziel für die "Monte" ist es, zwecks Erfahrung über die Distanz zu kommen.

Auf eben diese kann Sordo zurückgreifen, der Spanier wird zum bereits zehnten Mal über die monegassische Startrampe rollen. Drei Mal schaffte er es aufs Podest und könnte auch am kommenden Wochenende für eine Überraschung sorgen. "Ich kann den Saisonstart kaum erwarten", sagte der 33jährige. "Ich bin sehr zufrieden, wie wir an das neue Auto herangegangen sind. Ich weiß, dass das Team sehr hart gearbeitet hat. Jetzt wollen wir in den Prüfungen angreifen und für einen guten Saisonauftakt sorgen."

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