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Dakar-Rallye 2003

Gelungener Einstand

Zwar verlief die Dakar 2003 für das VW-Werksteam nicht ohne Troubles, mit zwei Autos in den Top-Acht und einem Klassensieg darf man aber zufrieden sein.

Bei der Premiere von Volkswagen im Marathon-Sport gelang dem Werksteam bei der Rallye Telefónica Dakar ein beachtliches Ergebnis. Seinen ersten Wettbewerbseinsatz überhaupt beendete der Volkswagen Tarek nach 19 harten Wettbewerbstagen auf Platz sechs mit Stéphane Henrard und Bobby Willis und Rang acht durch Jutta Kleinschmidt und Fabrizia Pons.

Dabei freute sich die Mannschaft von Rudolf-Helmut Strozyk, dem Leiter von Volkswagen Racing, bei der Wüsten-Premiere über besondere Erfolge. Nicht nur, dass beide Prototypen bei einer Ausfallquote von 53 Prozent des gesamten Starterfeldes der 130 Teilnehmer die Distanz von 8602 Kilometern erfolgreich absolviert haben.

Gleich in zwei Disziplinen hatten die orange-roten Wüsten-Buggys die Nase vorn: Im Feld der zwölf gestarteten Fahrzeuge gelang Volkswagen der Doppelsieg in der Wertungsklasse für zweiradangetriebene Autos. Die Wettbewerbsfähigkeit der TDI-Technologie stellte das Unternehmen ebenfalls eindrucksvoll unter Beweis – die beiden 218 PS starken Buggys wurden als beste der 67 gestarteten Diesel-Fahrzeuge klassifiziert.

Bei einer mit einem Durchschnitt von 107 km/h ungewöhnlich schnellen Ausgabe der Rallye Dakar mit beiden Tarek unter den besten Zehn im Gesamtergebnis zu liegen, gilt als weiterer Beleg für den Erfolg der Mannschaft aus Wolfsburg.

Der von Volkswagen in Zusammenarbeit mit ItalDesign aus dem italienischen Turin innerhalb weniger Monate entwickelte Tarek erregte nicht nur mit den guten Endergebnissen Aufsehen. Mit der drittbesten Etappenzeit am dritten Wertungstag und dem zweitbesten Ergebnis auf der vorletzten Etappe stellten Stéphane Henrard und Bobby Willis auch das grundsätzliche Potenzial des Coupés in einem Wettbewerbsumfeld unter Beweis, das in diesem Jahr das hochwertigste seit langem war.

Jutta Kleinschmidt und Fabrizia Pons, denen am Finaltag ebenfalls eine drittbeste Etappenzeit gelang, bestätigten diese Ergebnisse mit ihren Positionen im Verlauf der Rallye: Am zweiten Wertungstag auf Platz 64 zurückgefallen, eroberte sich das versierte Damen-Team binnen vier Tagen eine Position unter den besten Zehn zurück. Auf der neunten und der zehnten Etappe behauptete sich Jutta Kleinschmidt, die Dakar-Siegerin des Jahres 2001, sogar auf Gesamtrang vier, bevor sie durch einen Defekt um sieben Positionen zurückfiel und sich ein zweites Mal bis unter die ersten Zehn verbesserte.

Dieter Depping und Walter Bachhuber, die einen dritten, als Chase-Car zur Unterstützung der beiden weiteren Fahrzeuge konzipierten Tarek steuerten, waren nach einem Unfall auf der fünften Etappe in Tunesien ausgeschieden. Zwischenzeitlich in ihre Heimat geflogen, ließen es sich die beiden Deutschen nicht nehmen, zum Ende der Rallye wieder zur Veranstaltung zurückzukehren und ihr Team in Ägypten zu überraschen.

Stimmen im Ziel:

Jutta Kleinschmidt: „Wir alle sind stolz darauf, diese Herausforderung bewältigt zu haben – noch dazu bei einer so kurzen Vorbereitungszeit. Vielen Dank an das gesamte Team und meine Beifahrerin Fabrizia Pons für die tolle Arbeit. Trotz aller Rückschläge haben wir uns immer wieder nach vorne gekämpft und für Volkswagen einen schönen Debüterfolg erzielt.“

Stéphane Henrard: „Ich bin überglücklich! Platz sechs belegt, dass die grundsätzliche Herangehensweise von Volkswagen absolut korrekt war. In einem Jahr besonders starker Konkurrenz ist das mehr, als wir erwarten konnten. Da ich zum ersten Mal in einem Werksteam gestartet bin, konnte ich die Vorzüge der guten Betreuung umsetzen und stärker attackieren als früher. Jetzt werden wir den Erfolg des Teams gebührend feiern!“

Dieter Depping: „Das ist ein ganz tolles Teamergebnis, zu dem ich gerne nicht nur bei der Vorbereitung und zu Beginn der Rallye beigetragen hätte. Ich habe den Marathon-Sport kennen und schätzen gelernt. Nach meinem Unfall will ich jetzt erst recht weitermachen und mich in dieser Disziplin etablieren.“

Endstand nach 17 Etappen; 5257 km WP/8602 km Gesamt

1.) Hiroshi Masuoka/Andreas Schulz (J/D) Mitsubishi Pajero, 49:08.52 Std.
2.) Jean-Pierre Fontenay/Gilles Picard (F/F) Mitsubishi Pajero, + 1:52.12 Std.
3.) Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F) Mitsubishi Pajero, + 2:16.28 Std.
4.) Carlos Sousa/Henri Magne (P/AND) Mitsubishi L200, + 2:27.47 Std.
5.) Giniel de Villiers/Pascal Maimon (RSA/F) Nissan Pickup, + 2:45.55 Std.
6.) Stéphane Henrard/Bobby Willis (B/GB) Volkswagen Tarek (1. Diesel, 1. 2WD), + 3:42.15 Std.
7.) Ari Vatanen/Tina Thörner (FIN/S) Nissan Pickup, + 4:25.59 Std.
8.) Jutta Kleinschmidt/Fabrizia Pons (D/I) Volkswagen Tarek (2. Diesel, 2. 2WD), + 8:16.56 Std.
9.) Luc Alphand/Matthew Stevenson (F/GB) BMW X5 (3. Diesel), + 8:56.06 Std.
10.) Jose Luis Monterde/Rafael Tornabell (E/E) Mitsubishi Pajero (4. Diesel), + 9:08.19 Std.

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