RALLYE

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"Es passieren schnell folgenschwere Fehler"

Marcus Grönholms Co-Pilot Timo Rautiainen ist vom verkürzten Training ganz und gar nicht begeistert und sieht sogar ein Sicherheits-Risiko.

Ab Mexiko wird das Training verkürzt. Was denken Sie darüber?

Von den neuen Regeln ist dies die schlimmste für die Beifahrer. Denn die Zeit, die uns fürs Training zur Verfügung steht, wurde auf ein Minimum reduziert. Die Arbeitstage werden zu lang! Ich bin besorgt, weil wir auch in der Dunkelheit unterwegs sind.

Seitdem die maximale Anzahl der Trainingsrunden reduziert wurde, machen wir Video-aufnahmen von den Prüfungen. Doch die Bilder, die wir bei Dunkelheit aufnehmen, sind nutzlos. Im Dunklen und im Staub der vorherigen Fahrzeuge zu trainieren, erlaubt uns keine vernünftige Arbeit. Unter solchen Arbeitsbedingungen passieren schnell folgenschwere Fehler.

Ist es leichter, sich auf eine Veranstaltung vorzubereiten, die Sie auswendig kennen, wie zum Beispiel die Rallye Schweden?

Das hängt davon ab, wie viele Prüfungen neu sind. In Schweden wurden von den 19 Prozent neuen Strecken bereits einige Teilstücke in der Vergangenheit gefahren, deshalb konnte ich Teile von alten Aufschrieben nutzen. Diese Papiere zusammen zu stellen, dauerte etwa fünf Stunden. Schwieriger ist die Rallye Akropolis, wo man mit sehr vielen alten Teilstücken jonglieren muss. Das ist in Mexiko kein Problem, dort brauchen wir nur viele frische Aufschriebbücher."

Und wie unterscheidet sich die Arbeit während der Rallyes?

Überraschenderweise ist die Gefahr größer, einen Fehler bei einer Rallye zu machen, die man gut kennt. Denn eine Zeitkontrolle ist vielleicht zum ersten Mal nach Jahren an einer anderen Stelle aufgebaut oder man kommt aus der Gegenrichtung hin. Man muss jede Rallye behandeln, als sei sie neu und alles systematisch prüfen. Bei einem neuen Lauf wie Mexiko wird die Erfahrung, die das Team 2002 mit Harri Rovanperä gewonnen hat, sicherlich hilfreich sein.

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