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Kann Petter Solberg wieder siegen?

Nur zwei Wochen nach dem Schotter-Event auf Sardinien folgt gleich die nächste staubige Herausforderung für die Subaru-Piloten.

Die Rallye-WM kommt zum sechsten Rennen der Saison nach Limassol auf Zypern. Seit dem Jahr 2000 gastiert man auf der Mittelmeerinsel – und seit damals gilt dieser Lauf als heißester, härtester und gleichzeitig auch langsamster im WM-Kalender. Ein Ausdauertest für die Fahrzeuge, Piloten und Co-Piloten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit übertrifft auf keiner Sonderprüfung die 70 km/h Marke, dafür klettern die Cockpit-Temperaturen rasch auf gnadenlose 60 oder 70 Grad!

Subaru tritt auf Zypern mit zwei Teams gegen die Schwierigkeiten dieses Schotter-Events an: Petter Solberg/Phil Mills und Chris Atkinson/Glenn Macneall steuern beide die neueste Version des Subaru Impreza, den WRC2005. Für Solberg ist es der vierte Start auf der Insel und der Norweger hofft auf eine Wiederholung seines Triumphes von 2003, wo er mit über vier Minuten Vorsprung auf die restlichen Konkurrenten gewinnen konnte. Der junge Australier Chris Atkinson kann hingegen auf keinerlei Erfahrungswerte zurückgreifen, für ihn ist es die Debüt-Vorstellung auf Zypern.

„Natürlich möchte ich auch die Zypern-Rallye gewinnen. Doch wir wissen mittlerweile nur zu gut, wie schwierig es heutzutage ist, ganz oben auf dem Podest zu stehen“, so Solberg. „Ich werde ruhig und zurückhaltend beginnen, schauen, auf welcher Position ich liege. Und wenn es passt, dann greife ich am Samstag voll an. Die Rallye wird sehr hart werden, aber ich mag diesen Event.“ Der Weltmeister des Jahres 2003 spricht auch die Reifen-Problematik an, die Subaru bei den letzten Rennen zu schaffen machte: „Ja, wir hatten vergangene Woche einen Reifentest. Es gab einige Verbesserungen – aber solange du nicht gegen die anderen Jungs im Wettbewerb fährst, kannst du keine Voraussagen machen…“

Chris Atkinson ist überzeugt, dass der WM-Lauf in Italien eine gute Vorbereitung auf das war, was ihn auf Zypern erwarten wird: „Es wird allerdings noch langsamer und noch wärmer werden. Ich glaube, dass man schnell in einen Rhythmus kommen muss, bei so langsamen Sonderprüfungen. Wenn uns das gelingt, sollten wir mindestens so schnell sein, wie auf Sardinien – aber hoffentlich ohne die kleinen Fehler!“

Zypern war immer ein guter Boden für Subarus Reifenpartner Pirelli. Dementsprechend optimistisch ist Subaru Teamchef David Lapworth: „Klar, die Pirelli-Konkurrenz hat aufgeholt, das haben wir bei den vergangenen Rallyes gesehen. Aber Pirelli wird auf Zypern wieder optimales Material liefern. Wenn wir damit gewinnen können, wäre das natürlich schön. Aber unsere oberste Priorität ist es, Punkte zu sammeln. Das muss uns bei den nächsten drei Rallyes gelingen, dann haben wir eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Weltmeisterschaft!“

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