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Loeb trennen nur noch 54 SP-Kilometer von einem wichtigen Sieg

Weltmeister Loeb fährt einem wichtigen Sieg entgegen, Sordo einsam auf Rang zwei. Latvala bleibt vor Hirvonen Dritter. Stohl fiel auf SP 13 aus.

Michael Noir Trawniczek

Vom Ergebnis her war der zweite Tag der Irland-Rallye nicht wirklich aufregend - für die Piloten jedoch war auch die zweite Etappe äußerst selektiv: Regen, schlammige, rutschige Straßen, am Nachmittag Wasserlöcher und Aquaplaning. Zum Teil aber hat sich der Zustand der Straßen auch ein wenig verbessert.

Sébastien Loeb fuhr bis auf die Prüfungen 14 (Bestzeit Chris Atkinson) und 16 (Bestzeit Jari Matti Latvala) stets die Bestzeit und konnte im Laufe des Tages seinen Vorsprung auf seinen Citroen-Teamkollegen Daniel Sordo vergrößern. Am Ende der zweiten Etappe beträgt dieser 59,3 Sekunden. Loeb erklärte: "Ich will nichts riskieren, möchte den Sieg einfahren." Gelingt dieses Unterfangen, übernimmt Loeb vor der letzten Rallye die WM-Führung - mit einem Vorsprung von sechs Punkten.

Einen aufregenden Tag erlebte der junge Stobart Ford-Pilot Jari Matti Latvala, der sich gegenüber dem einzigen in der Rallye verbliebenen Ford-Werkspiloten Mikko Hirvonen im Kampf um Platz drei durchsetzen musste.

Auf SP 14 verlor Latvala viel Zeit: "Ich hab hart attackiert, aber da war eine Wasserlacke in der Kurve. Ich rutschte geradeaus in ein Feld - zum Glück waren an dieser Stelle Zuschauer, die uns wieder auf die Straße geschoben haben." Der Vorsprung auf Hirvonen schrumpfte auf 24,1 Sekunden - am Ende der zweiten Etappe fehlen Hirvonen 28,8 Sekunden auf Latvala. Hirvonen kämpfte am Vormittag mit dem Vertrauen in das Auto, erholte sich aber am Nachmittag und konnte sogar "just for fun wieder ein bisschen attackieren".

Subaru-Werkspilot Petter Solberg wollte keinerlei Risiken auf sich nehmen, der Norweger möchte seinen fünften Platz unbedingt behalten - er liegt am Ende des zweiten Tages nur 15,6 Sekunden hinter Hirvonen auf Rang fünf.

Auf einem einsamen und ungefährdeten sechsten Platz liegt der private Subaru-Pilot Guy Wilks, der erklärte: "Ich schaue nur noch, dass ich meine Pace und meine Konzentration aufrecht erhalten kann. Die Straße ist jetzt etwas sauberer."

Ebenso einsam die Ränge sieben und acht für Stobart Ford-Pilot Matthew Wilson und den privaten Ford-Piloten Gareth MacHale. Der private Ford-Pilot Andreas Mikkelsen, der über viel Erfahrung in Irland verfügt, liegt 2:53 Minuten hinter MacHale auf dem undankbaren neunten Platz.

Manfred Stohl hatte an diesem zweiten Tag kein Glück: Abflug gleich auf der ersten SP 11. "Ich rutschte bei einer Abzweigung geradeaus - wir standen lange, bis uns Zuschauer zurück halfen", berichtete der Wiener. Doch auf SP 13 flog Stohl abermals ab, somit war die zweite Etappe für den Kronos-Piloten zu Ende. Ob er am Sonntag die Rallye fortsetzen wird, ist noch immer nicht bekannt. Andreas Aigner hat schon am Freitagabend die Aufgabe erklärt.

In der PWRC flog der bislang führende Mark Higgins auf der letzten Prüfung des Tages von der Strecke - es führt nun Armindo Araujo 26,4 Sekunden vor Niall McShea sowie 46,9 Sekunden vor Gabriele Pozzo.

Am Sonntagvormittag sind nur noch rund 54 Wertungskilometer zurückzulegen - um 9.03 Uhr Ortszeit (10.03 Uhr MEZ) wird die 24,7 Kilometer lange SP "Murely" gestartet.



Stand nach Etappe 2

 1.    Loeb       Citroen       2:30:35.2
 2.    Sordo      Citroen       +    59.3
 3.    Latvala    Ford          +  2:08.8
 4.    Hirvonen   Ford          +  2:37.6
 5.    Solberg    Subaru        +  2:53.2
 6.    Wilks      Subaru        +  5:52.0
 7.    Wilson     Ford          +  9:23.3
 8.    MacHale    Ford          + 10:07.7
 9.    Mikkelsen  Ford          + 13:01.3
10.(1N)Araujo     Mitsubishi    + 14:29.7
11.(2N)McShea     Subaru        + 14:56.1
12.(3N)Pozzo      Mitsubishi    + 15:16.6

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