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Rallye-WM: Akropolis

Jetzt führt Loeb - doch Sordo & Latvala bleiben in Reichweite

Wegen eines Reifenschadens verlor Latvala die Führung an Weltmeister Loeb. Doch Sordo und Latvala liegen nur 7,2 bzw. 11,1 s zurück. PWRC: Aigner mit Bestzeit.

Michael Noir Trawniczek

"Der linke Vorderreifen versagte - es war ein seltsamer Reifenschaden, da wir nirgends angeschlagen sind", erklärte ein erstaunter Jari Matti Latvala nach der vierten Sonderprüfung der Akropolis-Rallye, der zweiten Durchfahrt der 11,57 Kilometer langen SP "Schimatari". Latvala fügte hinzu: "Die einzige Erklärung, die ich für diesen Reifenschaden liefern kann, ist, dass sich der Reifen womöglich von der Felge gelöst hat. Auf der Prüfung waren jedenfalls keine Felsbrocken zu sehen."

Trotz des Reifenschadens konnte Latvala die vierte Prüfung mit 10,8 Sekunden Rückstand auf Bestzeithalter Sébastien Loeb beenden - dennoch war damit seine Führung verloren. Auf der nachfolgenden, 23.76 Kilometer langen SP 5 "Thiva", blieb Latvala erneut hinter Loeb, wenngleich sein Rückstand nur 4,5 Sekunden betrug.

Der rätselhafte Reifenschaden kostete Latvala jedenfalls die Führung bei der Akropolis-Rallye - diese hat nun Sébastien Loeb übernommen. Mit einem Rückstand von 7,2 Sekunden belegt dessen Citroen-Teamkollege Dani Sordo Rang zwei, der Spanier berichtete nach SP 4: "Wir sahen die halbe Prüfung über die Warnleuchten, wonach der Motor überhitzte." Latvala belegt nun mit 11,1 Sekunden Rückstand den dritten Platz.

"Staubsauger" Hirvonen weiter Vierter

Exakt 30 Sekunden hinter Latvala belegt dessen Ford-Teamkollege Mikko Hirvonen, der abermals die Prüfungen eröffnen musste, den vierten Platz in der Gesamtwertung. Dahinter konnte Henning Solberg seinen Bruder Petter überholen - der Stobart Ford-Pilot belegt nun 6,3 Sekunden hinter Hirvonen den fünften Gesamtrang - Petter Solberg liegt in seinem neuen Subaru 6,3 Sekunden hinter seinem Bruder.

Urmo Aava belegt mit seinem privaten Citroen C4 WRC immer noch den guten siebten Platz - 7,4 Sekunden hinter dem Esten belegt Chris Atkinson im zweiten Subaru-Neuwagen den achten Platz. Dahinter liegen Per Gunnar Andersson im Suzuki sowie Munchi's Ford-Pilot Federico Villagra, Stobart Ford-Pilot Matthew Wilson, Toni Gardemeister im zweiten Suzuki sowie Aris Vovos, der legendäre Lokalmatador im zweiten Ford Focus von Munchi's Ford.

Eine gute Nachricht für die Fans von Gigi Galli - laut Augenzeugenberichten von motorline.cc wird der Italiener morgen wieder, unter "Superally", an den Start gehen können.

PWRC: Aigner glänzt mit Bestzeit

Nachdem Andi Aigner am Vormittag nach einem Fahrfehler mit einem angeschlagenen Mitsubishi Lancer Evo IX hinterherfahren musste, konnte der Steirer am Nachmittag sein Red Bull Rallye Team mit der Bestzeit auf SP 4 erfreuen. Er knöpfte Nasser Al-Attiyah 7,6 Sekunden ab. Auf SP 5 war nur der führende Juho Hänninen schneller als Aigner. Nach SP 4 belegte Aigner den 12. Rang der PWRC-Wertung - SP 5 wurde noch nicht von allen PWRC-Piloten beendet.

Andreas Wimmer, der wieder in einem Subaru von Stohl Racing in der Gruppe N antritt, belegte nach der vierten Prüfung den 40. Gesamtrang.

Ab 16.41 Uhr Ortszeit (15.41 Uhr MESZ) wird die dritte Prüfung vom Vormittag noch einmal bestritten, am Abend folgt noch eine Superspecial-Prüfung.

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