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Rallye-WM: Sardinien

Citroen mit Doppelführung in die Mittagspause

Nachdem sich Latvala selbst eliminiert hatte, war die Bahn frei für Loeb - er führt nun 22,5 s vor Sordo. Auf Rang drei liegen zeitgleich Hirvonen & Atkinson.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Citroen Sport

Nachdem Jari Matti Latvala auf der zweiten Prüfung bei einem Ausritt mehr als eine Minute verloren hatte, steht Weltmeister Sébastien Loeb wieder einmal ohne einen ernsthaften Gegner da. Der Citroen-Pilot konnte auch auf der letzten Prüfung vor dem Mittagsservice die Bestzeit in den Schotter brennen und führt nun 22,5 Sekunden vor seinem Teamkollegen Dani Sordo. Loeb äußerte sich dementsprechend zufrieden: "Es lief gut, die Strecke hatte viel mehr Grip. Ich hatte keine Probleme - ein perfekter Start bei dieser Rallye." Sordo konnte dem zustimmen: "Es läuft nicht schlecht, der Wagen ist gut."

Ganz anders ist die Stimmung bei Mikko Hirvonen - er hat an diesem Vormittag schwer darunter gelitten, dass der WM-Leader als Erster auf die Prüfungen muss. Schon nach der zweiten Prüfung stellte er schmallippig die Gegenfrage: "Was soll los sein? Nichts ist los. Ich kann bei diesen Bedingungen einfach nicht schneller fahren." Nachdem er auf der 15,39 Kilometer langen SP 3 erneut rund zehn Sekunden eingebüßt hatte, stöhnte Hirvonen ins Mikro des WRC-Radios: "Ein schwieriger Morgen..."

Hirvonen belegt nun hinter Loeb und Sordo den dritten Gesamtrang - allerdings muss er sich diesen mit Subaru-Pilot Chris Atkinson teilen - die beiden weisen den exakt gleichen Rückstand von 38,8 Sekunden auf.

Petter Solberg ausgelaugt

Mit 44,3 Sekunden Rückstand belegt Petter Solberg im zweiten Subaru den fünften Gesamtrang. Der Norweger ist im Gegensatz zu seinem australischen Teamkollegen alles andere als gut gelaunt. Kein Wunder - gleich auf der ersten Prüfung stellten sich jene Dämpferprobleme wieder ein, welche Solberg bereits in Jordanien zu schaffen machten. Der Weltmeister des Jahres 2003 klingt ausgelaugt, wenn er sich die wenigen Worte abringt, die da lauten: "Wir tun was wir können, wir tun was wir können, ja." Solberg sehnt sich wohl schon sehr nach dem neuen Subaru - doch dessen Debüt soll sich jüngsten Gerüchten zufolge erneut verzögern - für Petter Solberg wird das langsam zur Geduldprobe...

Der private Citroen C4-Pilot Urmo Aava geht als Gesamt-Sechster in die Mittagspause - der Este weist jedoch bereits einen Rückstand von 1:11 Minuten auf. Stobart Ford-Pilot Gigi Galli, der sich bei seiner Heimrallye so viel vorgenommen hatte, belegt nun mit 1:16 Minuten Rückstand Rang sieben - auf SP 2 hatte sich der Italiener einen Reifenschaden zugezogen.

Nur drei Sekunden dahinter belegt Suzuki-Pilot Toni Gardemeister den achten Rang, dahinter liegen Henning Solberg (Munchi's Ford), Per Gunnar Andersson (Suzuki) und Jari Matti Latvala - der Ford-Werkspilot, der auf SP 2 über eine Minute verloren hatte, erklärte nach SP 3: "Ich habe ein paar Fehler gemacht, bin am Start nicht weggekommen. Aber ich werde am Nachmittag versuchen, zu mir selbst zurückzufinden." Dabei konnte Latvala auf SP 3 immerhin die zweitschnellste Zeit markieren.

JWRC: Prokop gegen Kosciuszko

Bei den Junioren (JWRC) liegen Martin Prokop und Michal Kosciuszko nur 3,5 Sekunden voneinander getrennt in Führung - dahinter liegen Patrik Sandell, Sébastien Ogier und Jan Mölder.

Am Nachmittag werden ab 15.18 Uhr die Prüfungen des Vormittags ein weiteres Mal befahren.



Stand nach SP 3

 1.  Loeb          Citroen    46:16.5
 2.  Sordo         Citroen    +  22.5
 3.  Hirvonen      Ford       +  38.8
 =   Atkinson      Subaru     +  38.8
 5.  Solberg       Subaru     +  44.3
 6.  Aava          Citroen    +1:11.5
 7.  Galli         Ford       +1:16.6
 8.  Gardemeister  Suzuki     +1:19.4
 9.  Solberg       Ford       +1:21.9
10.  Andersson     Suzuki     +1:34.9

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