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Rallye-WM: Deutschland

Großer Erfolg für BRR

Großer Erfolg für die Truppe rund um Raimund Baumschlager: Patrik Sandell gewinnt in der SWRC, Hermann Gassner junior wird Vierter in der PWRC.

Fotos: Red Bull/GEPA, Photo4

Die beiden Red Bull Rallye Piloten Patrik Sandell / Emil Axelsson fixierten heute Mittag nach einem fehlerlosen Schlusstag den Sieg in der S-WRC bei der Deutschland Rallye 2010.
Nach dem Freitag auf Platz 3, nach dem Samstag auf P2, steigerten sich die beiden Schweden auf ihrem BRR-Skoda Fabia S2000 zu einer fahrerischen Topleistung. Und dies auf Asphalt, der traditionell nicht zu den Lieblingsbelägen der Skandinavier zählt.

Es hat lange Zeit nach einem Dreikampf bis zum Schluss der Rallye ausgesehen – doch auf der SP 15, der ersten des heutigen Tages, touchierte Andersson die Mauer und fiel zurück.
Sandell übernahm die Führung und behauptete sie auch gegen die Angriffe des Tschechen Prokop.

Bei den 5 Sonntags-Sonderprüfungen waren die beiden nur durch Zehntelsekunden getrennt. 4:17.37,1 – so lauten die Zeitkoordinaten des WM-Lauf Sieger Patrik Sandell nach 19 Sonderprüfungen. Er gewann mit einem Vorsprung von 4,7 Sekunden – nach mehr als 4 Stunden Fahrzeit.

BRR-Teamchef Baumschlager: „Sandell war bei dieser Rallye die Attraktion der S-WRC, das mussten auch seine Konkurrenten neidlos anerkennen. Wir sind sehr stolz, mit Patrik einen so wichtigen Sieg gefeiert zu haben. Einfach sensationell!“

Sandell: „Das war die beste Rallye meiner Karriere. Auch wenn ich nicht gewusst habe, was mich hier letztlich erwartet, so konnte ich von Beginn an attackieren, hatte Selbstvertrauen ohne Ende nach den Tests und bin einfach nur sprachlos, und endlich froh!“

Gassner im dritten WM-Lauf auf Platz vier

Deutschlands Rallye-Staatsmeister Hermann Gassner jun. und seine Co-Pilotin Kathi Wüstenhagen beendeten heute mit ihrem, von BRR eingesetzten Mitsubishi EVO IX, die Deutschland-Rallye auf dem vierten Platz in der P-WRC-Wertung.

Nach 19 Prüfungen fehlten 1:50,1 Minuten auf Patrik Flodin und damit auch auf das Podium.
Dennoch gab es für den jungen Deutschen eigentlich nur lobende Worte. Denn nach dem Missgeschick auf SP1, wo ihm ein vor im fahrender Konkurrent nach einem Unfall viel Zeit kostete, erfüllte Gassner auf den folgenden 18 Wertungsprüfungen alle Vorgaben seines Teamchefs Raimund Baumschlager:

Gassner versuchte an den ersten beiden Tagen zu pushen, konnte sich auch bis auf Rang 4 verbessern, nahm aber Mitte des gestrigen Tages – als er sah, dass der Rückstand nur schwer aufzuholen sein würde - Risiko heraus, und fuhr seinen dritten WM-Lauf konzentriert und fast fehlerlos zu Ende.

BRR-Teamchef Baumschlager: „Alles in allem ein gute Vorstellung von Hermann. Er hat bei dieser Rallye sehr viel gelernt und vor allem Erfahrung in vielen Bereichen gesammelt. Genau das war vorher auch unsere Zielsetzung. Ohne dem Pech am Freitag wäre es im Kampf um einen Platz am Podium sicher noch eng geworden.“

Hermann Gassner: „Ich kann mit dem Erreichten hier wirklich zufrieden sein. Wenn ich zurückblicke, hatte ich eigentlich nur einen Verbremser, der mir gestern zehn Sekunden gekostet hat. Punkto Aufschrieb habe ich ähnlich große Fortschritte gemacht wie beim Bremsverhalten. Am wichtigsten war aber die gewonnene Erkenntnis, dass die Fitness auf so einem hohen Level Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden in der WM ist. Daran werde ich in Zukunft sehr hart arbeiten. Denn ganz ehrlich – die beiden gestrigen langen Prüfungen haben mir schon sehr zugesetzt.“

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