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Loeb übernimmt Führung von Ogier

Schwierige Bedingungen bei der Monte: Loeb übernimmt die Spitze im Duell der "Super-Sebs", Ogier aber weiterhin konkurrenzfähig.

Halbzeit am ersten Tag der Rallye Monte-Carlo, und auf den Straßen nördlich des Fürstentums zeichnet sich ein Duell um den Sieg zwischen den beiden Franzosen Loeb (Citroën DS3 WRC) und Ogier (VW Polo WRC) ab. Ogier hatte die erste Sonderprüfung für sich entscheiden können, doch auf SP2 von Burzet nach Saint Martial (30,6 Kilometer) schlug der neunfache Weltmeister zurück und übernahm die Führung.

Loeb ging vom ersten Kilometer an ein hohes Tempo, obwohl schwierige und unberechenbare Bedingungen herrschten – teilweise hatte der Asphalt viel Grip, teilweise war die Strecke jedoch auch von Eisplatten und Matsch überzogen. Doch der Rekordchampion muss nicht an die WM-Gesamtwertung denken, kann möglicherweise einen Hauch mehr riskieren als seine unmittelbaren Gegner und stellte am Ende eine Bestzeit von 25:02,7 auf.

Loeb kam mit komplett abgefahrenen Hinterreifen im Ziel an, ganz im Gegensatz zu Ogier, der weiterhin einen entspannten Eindruck macht: "Wenn es so läuft, kann alles passieren. Ich bin ziemlich glücklich." Seine Reifen sahen nach SP2 besser aus als bei allen anderen – und den Vorsprung nach hinten konnten die beiden "Super-Sebs" weiter vergrößern: Loeb führt nun 6,7 Sekunden vor Ogier und 39,6 Sekunden vor Dani Sordo (Citroën DS3 WRC).

Mikko Hirvonen (Citroën DS3 WRC) fiel vom vierten auf den sechsten Platz zurück, wurde von Juho Hänninen und Thierry Neuville (beide Ford Fiesta WRC) überholt. "Ich war vorsichtig, wollte kein Risiko eingehen, denn ich will ins Ziel kommen. Wir hatten keinen einzigen kritischen Moment", meint Neuville und ergänzt: "Ich glaube, Loeb attackiert ziemlich hart ..."

"Es ist sehr schwierig. Wir versuchen, okay zu fahren, aber Loeb zieht auf und davon", stimmt Jari-Matti Latvala (VW Polo WRC), Achter in SP2 und in der Gesamtwertung Zehnter mit schon fast eineinhalb Minuten Rückstand, zu. "Das ist ein bisschen frustrierend. Das ist im Moment mein Bestes." Aber der Finne behält trotz des Rückstands auf seinen Teamkollegen kühlen Kopf: "Ich muss versuchen, mich nicht unter Druck setzen zu lassen."

In der WRC2-Klasse (ex-S-WRC) gibt es eine Doppelführung für Deutschland: Sepp Wiegand (Škoda Fabia S2000), 13. gesamt, führt 43 Sekunden vor Armin Kremer (Subaru Impreza). Letzterer musste hart kämpfen: "Es ist wirklich schwierig, so eisig und rutschig. Aber das Auto ist gut und das Fahren macht Spaß. Ich freue mich darauf, noch mehr zu attackieren." Der Finne Esapekka Lappi (Škoda Fabia S2000), Führender nach SP1, ist nicht mehr dabei.

Stand nach SP2 von 18:

 1. Sébastien Loeb      Citroën  52:38,2 Minuten
2. Sébastien Ogier VW + 6,7 Sekunden
3. Dani Sordo Citroën + 39,6
4. Juho Hänninen Ford + 44,7
5. Thierry Neuville Ford + 53,3
6. Mikko Hirvonen Citroën + 54,2
7. Brian Bouffier Citroën + 56,9
8. Mads Østberg Ford +1:09,5 Minuten
9. Evgeny Novikov Ford +1:09,9
10. Jari-Matti Latvala VW +1:25,6

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