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WRC: Schweden-Rallye 2013

Platz fünf ging verloren

Novikov/Minor verloren auf SP 20 nach Überschlag zehn Minuten und den fünften Platz, belegen nun Platz neun. An der Spitze musste Loeb resignieren…

Michael Noir Trawniczek

Alles erinnert an die Rallye Monte Carlo. Nach der ersten Durchfahrt der nur 7,1 km kurzen SP 19 „Kirkener“ erklärte Evgeny Novikov: „Wir sind am Lernen. Wir wollen uns auf der zweiten Durchfahrt verbessern.“

Doch wirklich notwendig war eine solche Verbesserung nicht: Novikov und seine österreichische Co-Pilotin Ilka Minor lagen auf einem einsamen fünften Platz – auf Latvala fehlten 48,4 Sekunden, Neuville lag mehr als zwei Minuten hinter dem russisch-österreichischen Duo auf Rang sechs.

Schon auf der ersten Durchfahrt war die „Kirkener“-Prüfung rutschig – Thierry Neuville etwa warnte: „Das ist sehr, sehr rutschig. Hier kannst du ganz leicht in einer Schneebank landen und steckenbleiben.“ Und auch Weltmeister Loeb gab zu: „Eine sehr knifflige, eine sehr spezielle Sonderprüfung!“

Auf der direkt im Anschluss absolvierten zweiten Durchfahrt, als SP 20, waren die Bedingungen dann noch kniffliger. Zahlreiche Piloten hatten ihre Momente. Und mit Dani Sordo flog auch schon der erste der Top 10-Piloten von der Strecke – der Werks-Citroen landete direkt auf einer Schneebank, der Spanier versuchte, den Wagen dort herunter und wieder in Schuss zu bekommen…

Doch schon wenig später erwischte es auch Evgeny Novikov und Ilka Minor: Der Ford kam von der Strecke ab und überschlug sich. Immerhin konnten die beiden die Fahrt fortsetzen, mit einem Rückstand von mehr als zehn Minuten kamen sie ins Ziel der SP 20.

Mit einem Gesamtrückstand von 12:57 Minuten liegen Novikov/Minor nun auf einem einsamen neunten, statt auf dem zuvor die gesamte Rallye über belegten fünften Gesamtrang.

Immerhin wurde der Fiesta nicht beschädigt, sodass Novikov und Minor problemlos über die vorletzte Prüfung, die SP „Finnskogen“ fahren konnten.

Novikov erklärte: „Es war mein Fehler – wir kamen in einer langsamen Kurve zu weit nach außen und überschlugen uns. Aber der Wagen ist okay, wir mussten ihn nur vom Schnee befreien.“

Loeb: „Da sagte ich mir: ‚Okay!‘“ - Ogier auf dem Weg zum Sieg!

An der Spitze konnte Loeb keinen weiteren Boden gutmachen, denn Ogier markierte auf der rutschigen SP 20 die Bestzeit und erhöhte den Vorsprung damit auf 24,6 Sekunden.

Auf der SP 21 „Finnskogen“ musste Loeb schließlich einsehen, dass es keinen Sinn mehr macht, um den Sieg zu kämpfen: „Wir rutschten ein bisschen in eine Schneebank, zu dem habe ich ein paar kleine Fehler gemacht – da habe ich mir gesagt: ‚Okay!‘“

Vor der letzten Sonderprüfung, der 19,2 km langen SP „Torsby“, die nach dem Mittagsservice als Powerstage den Abschluss der Schweden-Rallye bildet, fehlen Loeb nun bereits 35,4 Sekunden auf den die Rallye kontrollierenden Volkswagen-Fahrer Sebastien Ogier - ein Rückstand, den Loeb unter normalen Umständen ganz sicher nicht mehr einholen kann…

Kampf um Platz drei: Latvala 8,3s hinter Östberg

Östberg und Latvala, die noch um Platz drei kämpfen, fuhren auf SP 20 exakt die gleiche Zeit, auf SP 21 konnte Östberg seine Ortskenntnisse nützen und mit der Bestzeit den Vorsprung auf Latvala erhöhen, der nun 8,3 Sekunden beträgt.

Den fünften Platz erbte nach der Novikov-Rolle Thierry Neuville, gefolgt von Juho Hänninen, Martin Prokop und Henning Solberg in den Top 8.

Hinter dem neuen Neunten Novikov belegt Yazeed Al Rajhi, der Leader der WRC-2 den zehnten Gesamtrang, gefolgt von Anders Gröndal, dem zweiten der WRC-2, der bereits eine halbe Minute Rückstand auf den Ford Fiesta RRC-Piloten aufweist.

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