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Rallye-WM: News

VW steigt Ende 2016 aus der WM aus

Nachwehen der „Abgasthematik“: Volkswagen wird sein Werksprogramm in der Rallye-WM bereits nach der Australien-Rallye 2016 beenden.

Volkswagen wird sein Werksprogramm in der Rallye-WM übereinstimmenden Medienberichten zufolge schon Ende 2016 beenden und sich damit aus der Meisterschaft zurückziehen. Bei einer Sitzung des Volkswagen-Vorstands am Dienstag wurde beschlossen, sich künftig auf das Kundensportprogramm zu konzentrieren. Die Australien-Rallye von 18. bis 20. November wird also der letzte WM-Lauf für das erfolgreiche Werksteam von Volkswagen sein.

Die Entscheidung sollte zunächst den Mitarbeitern bekanntgegeben werden, erst am Mittwoch wird die offizielle Bestätigung erwartet. Damit fällt ein weiteres Motorsportprogramm des Volkswagen-Konzerns dem Dieselskandal zum Opfer. Da zumindest außerhalb der EU wegen der vorsätzlichen Manipulation von Abgaswerten (CO2 und NOx) Kosten in mehrstelliger Milliardenhöhe auf das Unternehmen zukommen, war in der vergangenen Woche bereits der Ausstieg von Audi aus der Langstrecken-WM beschlossen worden.

Was mit dem nach dem überarbeiteten Reglement für die Saison 2017 entwickelten VW Polo WRC passieren wird, ist derzeit ebenso ungeklärt wie die sportliche Zukunft der drei Werksfahrer Jari-Matti Latvala, Andreas Mikkelsen und Sébastien Ogier. Da die Plätze bei den Werksteams von Hyundai und Citroën schon besetzt sind, darf wohl Neueinsteiger Toyota einige prominente Bewerbungen erwarten; auch M-Sport hat noch freie Cockpits, aber keinen potenten Konzernsponsor im Rücken.

Volkswagen ist 2013 mit einem Werksteam in die Rallye-WM eingestiegen und hat die Meisterschaft seitdem nach Belieben dominiert: Vier Mal in Folge hat Ogier mit Beifahrer Julien Ingrassia die Fahrerwertung gewonnen, und am vergangenen Wochenende konnte Volkswagen bei der Wales Rally Great Britain vorzeitig den vierten Herstellertitel in Folge sicherstellen.

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