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WRC: Schweden-Rallye

Kann Ogier kontern?

Drama in Schweden: Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala versenken ihre Polos im Schnee, Mikkelsen neuer Führender – Solberg/Minor auf P8.

Michael Hintermayer

Der heutige Nachmittag brachte bis zur 14,76 Kilometer langen SP „Torsby2“ keine großen Veränderungen im Spitzenfeld der Schweden-Rallye mit sich. Kris Meeke versenkte seinen Citroen in SP7 im Schnee. Der Zeitverlust beträgt knapp drei Minuten. „Ich bin in eine Schneebank gerutscht. Ich fand meinen Einlenkpunkt nicht – mein Fehler", lautet sein Kommentar. Glück für Meeke: Sein Citroen wurde nicht beschädigt.

Die VW-Pechsträhne begann auf der sechsten SP, als bei Sebastien Ogiers Polo die Scheibenwischer ausfielen: „Die Scheibenwischer haben blockiert und es war Wasser auf der Scheibe. Ich habe nichts gesehen und musste deshalb Tempo herausnehmen." Auf der nächsten SP folgte das nächste Malheur des Weltmeisters. Er vergaß die Bolzen der Motorhauben-Halterung zu schließen, die Haube sprang auf und beschädigte die Scheibe des Polo R WRC. Und Latvala machte Sekunde um Sekunde gut.

Auf der oben angesprochenen SP „Torsby 2“ überschlugen sich die Ereignisse. Ogier, als Erster gestartet, kam mit seinem Polo von der Straße ab: „Ich blieb in einer langsamen Kurve in der Schneewand stecken. Ich war für die Kurve etwas zu spät, habe mich gedreht und bin leider steckengeblieben. Ich musste heute Risiken eingehen." Der Fehler kostete ihm circa 30 Sekunden und die Führung.

Diese erbte aber nicht Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala, diesmal hat der Dritte im Bunde Grund zur Freude, da Latvala sein Polo WRC 600 Meter vor dem Ziel im Schnee versenkte. Trotz zahlreich herbeigeeilter Zuseher konnte der Wagen erst nach Minuten befreit werden. „Nach einer sehr langen Geraden bin ich zu schnell eine Rechtskurve angefahren. Ich sah Schotter und erwartete mehr Grip", berichtet der glücklose Latvala. „Das Heck ist in die Schneewand eingeschlagen und hat den Vorderteil des Autos auch hineingezogen. Dann steckte das ganze Auto fest."

Somit heißt der neue Führende der Schweden-Rallye Andreas Mikkelsen. „Das macht es interessant", kann Mikkelsen sein Glück kaum fassen. „Es ist schade für sie, aber ich weiß, dass Ogier nie aufgeben wird." Auf dem zweiten Rang reiht sich Thierry Neuville ein. Sein Rückstand auf Mikkelsen beträgt 19,7 Sekunden. Der Belgier setzte zur Überraschung vieler auch die Bestzeit auf SP9. Neuer Dritter ist Citroen-Pilot Mads Östberg, dem nur 0,9 Sekunden auf Neuville fehlen. Der große Favorit auf den Gesamtsieg bleibt aber Sebastien Ogier, denn er Zwischenfall hat ihn "nur" auf Rang vier zurückfallen lassen. Auf Mikkelsen fehlen dem Franzosen auch "nur" 26,1 Sekunden.

Ott Tänak (Fiesta WRC) reiht sich auf Rang fünf ein, gefolgt von Hayden Paddon (Hyundai), Martin Prokop (Ford) und Yuriy Protasov (Ford). Henning Solberg und Ilka Minor werden auf den neunten Platz nach vorne gereiht. Solberg klagte über Probleme mit dem Getriebe des Fiesta WRC, diese konnten allerdings wieder gelöst werden.

Auch Robert Kubica steckt in Schwierigkeiten. Er klagt über Probleme mit dem Differential und rollt mit Frontantrieb über die Prüfungen in der Hoffnung, den angeschlagenen Fiesta in das Ziel schleppen zu können.

Martin Zellhofer und Andre Kachel konnten mit dem Suzuki Swift S1600 erneut Plätz gutmachen. Sie befinden sich im Moment an der 34. Stelle des Gesamtklassements.

Gesamtwertung nach 9 von 21 Prüfungen (Top 10):
01. Andreas Mikkelsen (Volkswagen) - 1:22:27.7 Stunden
02. Thierry Neuville (Hyundai) +19,7 Sekunden
03. Mads Östberg (Citroen) +20,6
04. Sebastien Ogier (Volkswagen) +26,1
05. Ott Tänak (Ford) +1:06,1 Minuten
06. Hayden Paddon (Hyundai) +1:36,0
07. Martin Prokop (Ford) +1:59,1
08. Juri Protasow (Ford) +2:11,8
09. Henning Solberg (Ford) +2:17,8
10. Elfyn Evans (Ford) +2:47,4

Am Abend steht noch die kurze Superspecial Stage in Karlstad auf dem Programm, wo die Fahrer wie am Vortag paarweise gegeneinander antreten.

Sebastien Ogier hat das Duell Mann gegen Mann gegen Jari-Matti Latvala auf der Superspecial Stage in Karlstad für sich entscheiden können. Er war um 1,5 Sekunden schneller als Latvala und sicherte sich auch die absolute Bestzeit vor Mads Östberg (+0,2) und Thierry Neuville (+0,6).

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Nach SP 14 Nach SP 14 Zellhofer nach Tag 1 Zellhofer nach Tag 1

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