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WRC: Schweden-Rallye

Spannender Dreikampf am Sonntag

Weil sich die Bedingungen für die ersten Fahrzeuge verschlechtert haben,. Konnte Neuville die Führuing übernehmen, Solberg/Minor 16., Zellhofer 39.

Michael Noir Trawniczek

„Wenn ich hier zehn Sekunden verlieren würde, dann würde mich das nicht wundern – die Spuren passen überhaupt nicht für uns“, erklärte Sebastien Ogier nach der ersten Nachmittagsprüfung. Der Hintergrund: Im zweiten Durchgang musste Ogier als erster Wagen auf jenen Spuren fahren, welche am Vormittag die Schlusslichter zogen. Tatsächlich verlor Ogier auf der 18,1 Kilometer langen SP „Fredriksberg“ sogar 14,6 Sekunden, nachdem er sich am Vormittag bereits wieder bis auf 1,7 Sekunden an den führenden Volkswagen-Stallkollegen Andreas Mikkelsen heranarbeiten konnte.

Mikkelsen konnte als Zweitschnellster auch die Führung behalten, doch auch Hyundai-Pilot Thierry Neuville konnte sich in Szene setzen – nach seiner Bestzeit übernahm plötzlich er die ungewohnte Rolle des Mikkelsen-Jägers. Neuville fuhr offenbar am letzten Drücker: „Ich hatte einige heikle Momente. Mein Copilot musste mich beruhigen – aber unser Speed war gut.“

Auf der 22,7 km langen SP „Rämmen“ konnten Kris Meeke und Mads Östberg dem Citroen-Team eine Doppelbestzeit bescheren, an der Spitze rückte Neuville ein Stück näher an Mikkelsen heran.

Auf dem 1,9 km kurzen „Hagfors Sprint“ war der Bestzeithalter mit Robert Kubica wieder ein anderer – Ott Tänak brillierte mit der zweitschnellsten Zeit.

Auf der mit 24,6 km längsten Sonderprüfung des Tages, der SP 18 „Vargasen“ konnte erneut Thierry Neuville die schnellste Zeit markieren, so übernahm der Belgier die Führung. Neuville jubelte: „Ich denke, das war die bislang beste Sonderprüfung meiner Karriere! Morgen wird es hart!“ Die Frage, ob er am Sonntag, an dem nur noch drei Prüfungen über 45 km auf dem Programm stehen, den Sieg einfahren kann, beantwortete Neuville mit einem klaren „Ja!“.

Allerdings fehlen Andreas Mikkelsen auf Rang zwei lediglich 1,5 Sekunden – auch Sebastien Ogier liegt als Dritter nur 9,4 Sekunden zurück. Der Weltmeister klagte über die „schrecklichen Bedingungen“ am Samstagnachmittag.

Für den „Schlusssprint“ am Sonntag bahnt sich jedenfalls ein spannender Dreikampf um den Sieg an…

Der viertplatzierte Mads Östberg liegt bereits 53,4 Sekunden zurück, er berichtete: „Wir hatten wie schon am Vormittag leichte Probleme mit dem Getriebe.“

Auf einem ungefährdeten fünften Platz rangiert der Este Ott Tänak im schnellsten der M-Sport-Ford, eine Minute dahinter liegt Hayden Paddon im zweiten Hyundai, gefolgt von Martin Prokop im Ford Fiesta WRC des Czech National Teams sowie Elfyn Evans im zweiten M-Sport-Ford, Citroen-Pilot Kris Meeke und Yuriy Protasov (Ford) in den restlichen Punkterängen. Kevin Abbring, der im dritten Hyundai auf dem „verflixten“ elften Platz liegt, fehlen 2,5 Minuten auf Protasov, kann also nicht mehr aus eigener Kraft in die Top 10 vorrücken.

So geht es auch Henning Solberg und Ilka Minor – die beiden belegen nach ihrem morgendlichen Malheur, als sie in einer Schneebank steckenblieben, nur Platz 15. Punkte wird es für das Adapta Motorsport Duo wie schon bei der Rallye Monte Carlo abermals keine geben…

Martin „Max“ Zellhofer und sein deutscher Copilot Andre Kachel halten sich an ihre Vorgabe, das Ziel als oberstes Ziel zu sehen, das Suzuki S1600-Duo liegt weiterhin auf Gesamtrang 39.

In der WRC-2 führt Jari Ketomaa im Ford Fiesta R5 rund eine halbe Minute vor Eyvind Brynildsen im Fiesta S2000, Lokalmatador Fredrik Ählin liegt bereits abgeschlagen auf Rang drei.

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