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Dakar-Rallye 2006

747 Fahrzeuge, 1.700 Teilnehmer: Das ist neuer Dakar-Rekord!

An prominenten Namen mangelt es der Dakar-Rallye 2006 keinesfalls, die Nennliste liest sich wie das Who-is-who des internationalen Motorsports.

Jedes Jahr zieht die Dakar mehr und mehr Teilnehmer an. „Das letzte große Abenteuer“ für unzählige Motorrad-, Auto- und LKW-Enthusiasten, Extremsportler oder wirkliche Abenteurer, die ihr Glück in Afrika versuchen. Obwohl schon im Juni Nennschluss war, gab’s mehr Anmeldungen denn je.

Waren es im Vorjahr 695 Wagemutige, die sich auf den Weg durch die Wüste machten, sind es im Jahr 2006 nicht weniger als 747 Fahrzeuge, die bei der 28. Auflage der legendären Rallye über die Startrampe in Lissabon rollen werden – aufgeteilt auf 240 Motorräder, 187 Autos und 80 Trucks sowie 240 Begleitfahrzeuge, die ebenfalls die komplette bzw. einen großen Teil der Route zurücklegen.

Aus 40 verschiedenen Nationen kommen die Teilnehmer, das unterstreicht eindrucksvoll die weltweite Bedeutung des Rallye-Spektakels. Die größte Abteilung stellen traditionellerweise immer noch die Franzosen, ganze 33 Prozent machen sie aus.

Dahinter folgen die Abordnungen aus Spanien, Belgien, Dänemark und Italien. Wie in vielen Motorsport-Kategorien mischen auch bei der Extrem-Herausforderung „Dakar“ immer mehr Frauen mit.

Dieses Jahr haben 23 Damen genannt, 8 davon starten auf Motorrädern, 15 bei den Autos und Trucks. Für viele Starter beiderlei Geschlechts ist es das „erste Mal“: 38 Prozent der Motorradfahrer und 8 Prozent der Autofahrer geben ihr Debüt!

Für den einzigen Österreicher im Feld der Autos, Raphael Sperrer, ist es wie für seinen norwegischen Co-Piloten Ola Floene ebenfalls das erste Antreten, das Team wird bei der Premiere in der Wüste von Gauloises International unterstützt.

Die Franzosen sind seit vielen Jahren bei der Dakar dabei und haben bereits vielen Piloten zu bemerkenswerten Erfolgen verholfen – bestes Beispiel ist Dakar-Haudegen Jean-Louis Schlesser, der gemeinsam mit Gauloises in den Jahren 1999 und 2000 siegreich war.

Darauf wird unser Rallye-Ass noch ein wenig warten müssen, trifft er doch auf mehr als prominente Gegner, die sich, ganz im Gegensatz zu ihm, bereits auf ein gerüttelt Maß an Wüsten-Erfahrung verlassen können.

Die Nennliste (siehe rechte Navigation) liest sich auf den ersten Blick wie ein kleines „Who-is-Who“ der Rallye-Welt. Unter die renommiertesten Rally-Raid-Spezialisten mischen sich Kapazunder aus der Rallye-WM ebenso wie erfahrene Rundstreckenpiloten und prominente Quereinsteiger.

Eine kleine Kostprobe gefällig? Dakar-Hero Stephane Peterhansel, Ex-Skistar Luc Alphand, der frühere KTM-Motorrad-Star Nani Roma und Japan-Export Hiroshi Masuoka greifen für Mitsubishi an, Routinier Bruno Saby, die Wüsten-Amazone Jutta Kleinschmidt, der Belgier Giniel de Villiers und der zweifache Rallye-Weltmeister Carlos Sainz starten unter den Flaggen von VW.

Nicht minder begabt sind die BMW-Cracks Nasser al Attiyah bzw. Alfie Cox, der wie Roma von zwei auf vier Räder umgestiegen ist. Ebenfalls nicht ganz unbekannt oder ungefährlich sind Kenjiro Shinozuka, Krzysztof Holowczyc, Carlos Sousa, Paul Belmondo (alle vier Nissan), Jean-Louis Schlesser, Thierry Magnaldi, Josep Maria Servia (alle drei Schlesser-Ford), „Miss DTM“ Ellen Lohr und Ex-Rallye-Europameister Simon Jean-Joseph (beide Mercedes), Henri Pescarolo und Philippe Gache (beide Buggy), Rallye-WM-Starter Freddy Loix (Bowler) oder US-Haudegen Robby Gordon, der sicherheitshalber mit einem Hummer in die Wüste fährt.

In allen Kategorien treten übrigens die Titelverteidiger des Vorjahres an: Bei den Motorrädern ist es der Franzose Cyril Despres, bei den Trucks der Russe Firdaus Kabirov und bei den Autos mit Stéphane Peterhansel wieder ein Starter aus Frankreich.

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