MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Dakar-Rallye 2006

"Jetzt kann es nur mehr besser werden!"

Nach dem tollen Einstand erlebte Raphael Sperrer einen äußerst problematischen zweiten Tag - das Gaspedal spielte mehrmals verrückt, über eine Stunde Zeitverlust...

So gut die Lisboa-Dakar 2006 für das Team Gauloises Sperrer begonnen hatte, so schlecht ging sie am zweiten Tag weiter. Bei der Ausfahrt aus dem Parc Fermé lief noch alles nach Plan, auch die ersten 55 Kilometer der Verbindungsetappe zum Start der Sonderprüfung waren kein Problem. Doch 10 Kilometer vor dem SP-Start nahm der Buggy plötzlich kein Gas mehr an, der Sechszylinder im Heck des Ungetüms wollte partout nicht anspringen.

Nach unzähligen Versuchen, das Problem selbst zu beheben und mehreren Telefon-Konferenzen mit dem Service-Team, daß sich aufgrund des knappen Zeitplans schon auf den Weg Richtung SP-Ziel gemacht hatte, gelang es dem oberösterreichisch-norwegischen Team dann wenigstens, bis zum Start der Prüfung zu gelangen. Doch die Probleme waren damit noch nicht vorbei: Auch während der ersten 40 der insgesamt 115 Kilometer langen Speziale ging der Motor regelmäßig aus, erst danach war wieder an halbwegs normales Fahren zu denken.

Das traurige Resultat dieser verkorksten zweiten Etappe: Ein Zeitverlust von über einer Stunde, genauer gesagt 1:10:31, die langsamste SP-Zeit aller Autos sowie ein heftiger Rückfall im Gesamtklassement – vorläufig auf Rang 161 mit 1:18:36 Rückstand.

Trotzdem haderte Raphael Sperrer nicht lange mit dem Schicksal: „Ich habe immer gesagt, daß solche Dinge passieren können. Klar ist es ärgerlich, wenn es schon am zweiten Tag so weit ist, wo die Rallye noch gar nicht richtig angefangen hat. Aber das kann dir auch am letzten Tag passieren, da ärgerst dich dann sicher viel mehr…“

Was die Ursache des Problems angeht, hatte der Oberösterreicher auch schon eine Vermutung: „Bei den vielen Wasserdurchfahrten am gestrigen Tag ist vielleicht die Elektronik in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir haben ja ein Fly-by-Wire, ein elektronisches Gaspedal – und wenn da Wasser reinkommt… Aber egal: Es war nicht unser Fehler und am wichtigsten ist, daß wir noch dabei sind. Das neue Jahr hat eben nicht ganz so gut angefangen, ab jetzt kann’s nur mehr besser werden!“

Co-Pilot Ola Floene sah die Sache ähnlich: „Was für ein schöner Neujahrs-Tag… Nein, ernsthaft: Gegen einen Technik-Defekt, noch dazu gegen einen, der nicht von einem Folgeschaden nach einem Ausritt resultiert, bist du machtlos! Natürlich bin ich ein wenig enttäuscht, vor allem nach dem guten Start am gestrigen Tag. Aber wir wissen, was wir können, und die Rallye ist noch so unglaublich lang – Hauptsache, wir sind noch dabei.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Dakar-Rallye 2006

- special features -

Weitere Artikel:

Streit um Katar-GP spitzt sich zu

Wie viel Macht haben die MotoGP-Fahrer?

Der Katar-Grand-Prix soll trotz Sicherheitsbedenken stattfinden - Wie geschlossen ist das Fahrerfeld und welchen Einfluss haben die Piloten auf die Entscheidung?

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

DTM-Rennen Hockenheim 2

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026!

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026: Dem Manthey-Pilot reicht der dritte Platz hinter Maro Engel und Teamkollege Ricardo Feller, um seinen zweiten Titel zu feiern