RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
20. Rallyesprint

Untergang der Titanic

Nach einer tollen Show und glänzenden Zeiten fand der Rallyesprint für Andi Hulak ein jähes und schmerzvolles Ende.

Wenn von den großen Attraktionen am Käshof, dem legendären SP-Ziel des Rallyesprints, die Rede ist, so wird zumeist sein Name an erster Stelle genannt: Andreas Hulak. Völlig zu Recht, denn auch in diesem Jahr wurde er dem Ruf, der ihm vorauseilt, mehr als gerecht.

Spektakulär trieb er seinen Escort RS 2000 zur Höchstleistung und diktierte in der Klasse der zweiradgetriebenen Wagen das Tempo. Lediglich Franz Auer Junior mit dem Gruppe N-Astra und vor allem Gabor Geröfi mit dem Skoda Felicia Kitcar konnten einigermaßen mithalten.

Letzterer übertraf später sogar noch die Zeiten des Escort-Treibers, während Mihaly Matics, mit seinem Lada VFTS – ebenfalls einer der Favoriten n der Zweiradklasse – schon auf SP 1 in Schwierigkeiten gekommen war und den Anschluss später nicht mehr fand.

Andy Hulak und Maxi Wagner blieben bis zur SP 3 das Maß der Dinge bei den Nicht-Allradwagen und freuten sich über ihre außergewöhnlichen Zeiten ebenso überschwänglich, wie die zahlreichen anwesenden Fans, zu deren Lieblingen die schnellen Badener mit dem alten Auto zweifellos gehörten.

Platz 10 hatten sie zu diesem Zeitpunkt bereits erobert, doch dann wendete sich das Blatt schnell. Auf SP 4 nämlich wurde die unbändige Angriffslust bei gleichzeitiger materialmäßiger Unterlegenheit dem Escort-Duo zum Verhängnis, als die Bremse etwas zögerlich ansprach und beim zweiten, entschiedeneren Versuch der Wagen nach rechts in ein nasses Feld geschleudert wurde.

Andy Hulak schaffte es zwar noch, von dort herauszukommen, doch wurde bei dem Vorfall die Lenkung beschädigt, und auch seine linke Hand hatte etwas abbekommen. Auch unter diesen Umständen schaffte er es noch, die SP zu beenden, und das schneller, als 16 seiner Konkurrenten.

Die Aufgabe war allerdings unvermeidlich, zu groß war der Schaden am Auto und der Grad der körperlichen Behinderung durch die verletzte Hand – zum Glück war es kein Bruch. Trotzdem ein unglückliches Ende einer mehr als hervorragenden Demonstration fahrerischer Klasse.

Damit ist die Saison 2004 für Andy Hulak als Rallye-Teilnehmer zwar beendet, allerdings wird die verbleibende Zeit genützt werden, um sich auf das Programm im kommenden Jahr vorzubereiten, wo es dann deutlich mehr Starts geben soll. Der Escort bekommt ein neues Blechkleid, das Beste von dem, was im heuer eingesetzten Wagen dringesteckt ist, soll weiter genützt werden. Und dazu gehört ohne Zweifel auch der Fahrer.

Andy Hulak bedankt sich auf diesem Weg recht herzlich bei seinen Fans, die ihm am Käshof ihre Referenz erwiesen haben. Und natürlich bei Beifahrer Markus Wagner, seiner Freundin, seinen Mechanikern und allen, die bei seinen Rallye-Starts mitgeholfen haben.

News aus anderen Motorline-Channels:

20. Rallyesprint

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

WRC, Rallye Akropolis: Nach Tag 3 (SP13)

Showdown am Sonntag: Ogier jagt Neuville!

Dramatische Rallye Akropolis mit vielen Reifenschäden: Nach zwei Etappen führt Neuville knapp vor Ogier. Keferböck schon früh technisch angeschlagen - doch die Zielankunft würde sich lohnen…

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.