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20. Rallyesprint

Untergang der Titanic

Nach einer tollen Show und glänzenden Zeiten fand der Rallyesprint für Andi Hulak ein jähes und schmerzvolles Ende.

Wenn von den großen Attraktionen am Käshof, dem legendären SP-Ziel des Rallyesprints, die Rede ist, so wird zumeist sein Name an erster Stelle genannt: Andreas Hulak. Völlig zu Recht, denn auch in diesem Jahr wurde er dem Ruf, der ihm vorauseilt, mehr als gerecht.

Spektakulär trieb er seinen Escort RS 2000 zur Höchstleistung und diktierte in der Klasse der zweiradgetriebenen Wagen das Tempo. Lediglich Franz Auer Junior mit dem Gruppe N-Astra und vor allem Gabor Geröfi mit dem Skoda Felicia Kitcar konnten einigermaßen mithalten.

Letzterer übertraf später sogar noch die Zeiten des Escort-Treibers, während Mihaly Matics, mit seinem Lada VFTS – ebenfalls einer der Favoriten n der Zweiradklasse – schon auf SP 1 in Schwierigkeiten gekommen war und den Anschluss später nicht mehr fand.

Andy Hulak und Maxi Wagner blieben bis zur SP 3 das Maß der Dinge bei den Nicht-Allradwagen und freuten sich über ihre außergewöhnlichen Zeiten ebenso überschwänglich, wie die zahlreichen anwesenden Fans, zu deren Lieblingen die schnellen Badener mit dem alten Auto zweifellos gehörten.

Platz 10 hatten sie zu diesem Zeitpunkt bereits erobert, doch dann wendete sich das Blatt schnell. Auf SP 4 nämlich wurde die unbändige Angriffslust bei gleichzeitiger materialmäßiger Unterlegenheit dem Escort-Duo zum Verhängnis, als die Bremse etwas zögerlich ansprach und beim zweiten, entschiedeneren Versuch der Wagen nach rechts in ein nasses Feld geschleudert wurde.

Andy Hulak schaffte es zwar noch, von dort herauszukommen, doch wurde bei dem Vorfall die Lenkung beschädigt, und auch seine linke Hand hatte etwas abbekommen. Auch unter diesen Umständen schaffte er es noch, die SP zu beenden, und das schneller, als 16 seiner Konkurrenten.

Die Aufgabe war allerdings unvermeidlich, zu groß war der Schaden am Auto und der Grad der körperlichen Behinderung durch die verletzte Hand – zum Glück war es kein Bruch. Trotzdem ein unglückliches Ende einer mehr als hervorragenden Demonstration fahrerischer Klasse.

Damit ist die Saison 2004 für Andy Hulak als Rallye-Teilnehmer zwar beendet, allerdings wird die verbleibende Zeit genützt werden, um sich auf das Programm im kommenden Jahr vorzubereiten, wo es dann deutlich mehr Starts geben soll. Der Escort bekommt ein neues Blechkleid, das Beste von dem, was im heuer eingesetzten Wagen dringesteckt ist, soll weiter genützt werden. Und dazu gehört ohne Zweifel auch der Fahrer.

Andy Hulak bedankt sich auf diesem Weg recht herzlich bei seinen Fans, die ihm am Käshof ihre Referenz erwiesen haben. Und natürlich bei Beifahrer Markus Wagner, seiner Freundin, seinen Mechanikern und allen, die bei seinen Rallye-Starts mitgeholfen haben.

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