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Loeb dominiert, Stohl hält Rang 2

Keine Positionsverschiebungen in den Top Six, Loeb führt mit drei Bestzeiten souverän vor Stohl und Henning Solberg, Bruder Petter endgültig out.

Die erste Überraschung des zweiten Tages schon vor dem Start der SP 7: Petter Solberg und Subaru beschlossen, die Rallye nicht wieder aufzunehmen, wie es ihnen nach dem SupeRally-Reglement mit "nur" fünf Minuten Strafzeit erlaubt gewesen wäre. Man wolle den Motor, der ja zwei Events halten muss, für die nächste Rallye schonen. Der Luftfilter in Solbergs Impreza wurde auf SP 4 durch Sand und Schotter beschädigt, die dadurch ausgelöste Überhitzung führte letztlich zu Elektronikproblemen im Bereich des Turbos.

Wieder mit dabei sein wollte hingegen Marcus Grönholm, der zwar am Freitag bereits auf der allerersten Prüfung aufgrund eines defekten Zahnriemens stehen geblieben war, aber selbst mit 30 Minuten Strafzeit für sechs verpasste Wertungen wegen der großen Zeitabstände im Feld noch realistische Chancen auf den einen oder anderen Punkt gehabt hätte. Es kam jedoch anders als der Finne und sein Peugeot-Team sich das vorgestellt hatten, ein neuerliches Technikproblem zwang zur wohl endgültigen Aufgabe.

SP 7: Platres 1 (11,11 km)

Fast schon traditionell fuhr Sebastien Loeb (Citroen) die schnellste Zeit, allerdings nur drei Zehntel vor dem einzig verbliebenen Peugeot 307 WRC von Markko Märtin, der offenbar zur Attacke auf die vor ihm positionierten Semi-Privatiers Henning Solberg (Ford) und Manfred Stohl (Citroen) blies. Die beiden letztgenannten kamen aber ebenfalls gut aus den Startlöchern, der Österreicher verteidigte mit der fünften Zeit (+10,4) hinter Gardemeister (Ford) und Rovanperä (Mitsubishi) seinen zweiten Gesamtrang ebenso wie der Norweger als sechstschnellster seinen dritten.

Auch die weiteren SP-Platzierungen – Duval im zweiten Werks-Citroen auf Sieben, vor Atkinson (Subaru), Tuohino (Skoda), Panizzi (Mitsubishi), Warmbold und Kresta (beide Ford) – änderten nichts an der Reihenfolge der Gesamtwertung.

SP 8: Foini 1 (30,32 km)

Anders die erste lange Etappe des zweiten Tages: Toni Gardemeister konnte mit zweitbester SP-Zeit seinen Landsmann Harri Rovanperä überholen und war nun Siebenter, während Tuohinos Skoda Fabia WRC über fünf Minuten verlor und trotzdem – dank der riesigen Abstände – nur seine neunte Position an Roman Kresta im Ford abtreten musste.

Einmal mehr unschlagbar: Der amtierende Weltmeister Loeb. Nur Gardemeister und Teamkollege Duval konnten den Rückstand unter zehn Sekunden halten, ab dem Viertplatzierten Rovanperä wächst dieser auf knapp eine halbe Minute und mehr an. Märtin war als Fünftbester nur wenige Sekunden schneller als Solberg und Stohl (7. Zeit, +32.9), der Este konnte sich damit aber bis auf sieben Zehntel an den Bruder des Ex-Weltmeisters heranschieben.

Der einzige Werks-Impreza im Feld konnte sich in den Händen von Chris Atkinson mit einer weiteren achtbesten SP-Zeit von Position 20 zu Beginn der zweiten Etappe immerhin schon auf den 15. Rang verbessern, wegen eines auf der folgenden Verbindungsetappe akut werdenden Getriebeproblems sind Punkte für das Subaru-Team trotz des allgemein chaotischen Rallyeverlaufs aber nicht in Reichweite. Das gilt nicht für Ford-Semi-Pivatier Antony Warmbold, der Deutsche mit monegassischer Lizenz fährt weiterhin Top-10-Zeiten und behält seinen fünften Gesamtrang vor einem sich nur langsam nähernden Duval.

SP 9: Galatareia 1 (13,32 km)

Toni Gardemeister im Ford Focus WRC attackiert, bleibt aber dennoch zwei Zehntel hinter einem unbiegbaren Sebastien Loeb zurück, der trotz einer Führung von mehreren Minuten scheinbar mühelos den Hattrick an Tagesbestzeiten komplettiert. Die Überraschung dieser Prüfung liefert aber Henning Solberg, mit 3. SP-Zeit und exakt vier Sekunden Rückstand auf Loeb kann er seinen Vorsprung auf Märtin (+5,0) sogar wieder etwas vergrößern.

Hinter Duval (Citroen), Warmbold (Ford) und Rovanperä (Mitsubishi) ging Manfred Stohl im Citroen Xsara WRC des Kronos-Teams mit knapp 20 Sekunden Zeitverlust etwas vorsichtiger an die Wertungsprüfung heran, sein Guthaben auf Solberg beträgt aber immer noch über 40 Sekunden. Sehr gut hält sich auch Red-Bull-Junior Andreas Aigner bei seinem WM-Debüt als Siebzehnter, in der Gruppe N bedeutet das den hervorragenden 3. Platz. Sein Teamkollege Quirin Müller ist 28. gesamt, 11. der Gruppe N.

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