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Grönholm hofft auf Loeb-Problem

Während Mikko Hirvonen am Vormittag alle Bestzeiten erobern konnte, fuhren Grönholm (2.) und Loeb (3.) vorsichtig. Stohl 9., Aigner 7. der PWRC.

Michael Noir Trawniczek

"Es läuft absolut perfekt", jubelte Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen im Zielraum der dritten Wertungsprüfung, der letzten vor dem Mittagsservice. Der junge Finne konnte an diesem Freitagvormittag in Wales sämtliche SP-Bestzeiten erobern, er muss bei den schwierigen, äußerst rutschigen Verhältnissen auch nicht an die Weltmeisterschaft denken...

Ganz anders die Lage der beiden "Giganten" im WM-Duell, Sébastien Loeb und Marcus Grönholm. Der mit sechs WM-Punkten Vorsprung führende Loeb entschuldigte sich beinahe: "Es ist rein mental gesehen nicht so einfach, hier gegen Marcus und Mikko zu kämpfen, es ist wirklich sehr schwierig, es ist total rutschig - in meiner Situation habe ich es vorgezogen, nichts zu riskieren." So gab sich Loeb auf den Prüfungen 2 und 3 jeweils mit der dritt- und der viertschnellsten Zeit zufrieden - insgesamt liegt Loeb als Dritter nun 22,4 Sekunden zurück.

Sehr schlau ist die Herangehensweise von Marcus Grönholm, der erklärte: "Ich pushe hier nicht allzu hart, denn ich möchte mir keinen Fehler erlauben, ich möchte einfach auf der Strecke bleiben - ich warte, was mit Sébastien passiert." Der 39-jährige Finne liegt vor der Mittagspause 21,4 Sekunden hinter seinem Stallkollegen sowie eine Sekunde vor Loeb auf Rang zwei. Die Rechnung von Grönholm: Bei einem Ausfall von Loeb würde auch ein zweiter Platz genügen, um doch noch als Weltmeister abtreten zu können. Riskiert er im Kampf um den Sieg zu viel, droht wieder ein Abflug - und der Sieg allein bringt ohnehin nicht den ersehnten WM-Titel.

Mit der zweitschnellsten Zeit auf der dritten Prüfung konnte Stobart Ford-Pilot Jari Matti Latvala einmal mehr beeindrucken - der junge Finne erklärte: "Ja, es wird immer besser - am Morgen bin ich zu sehr herumgerutscht, aber jetzt ist es schon bedeutend besser gelaufen." Als Gesamt-Vierter liegt Latvala nur noch sieben Sekunden hinter Sébastien Loeb.

Auf dem mittlerweile bereits üblichen fünften Gesamtrang ist Subaru-Pilot Petter Solberg zu finden, dahinter Dani Sordo im zweiten Citroen C4 WRC sowie Chris Atkinson im zweiten Subaru Impreza.

Mit der achtschnellsten Zeit auf SP 2 konnte sich Manfred Stohl zunächst auf den achten Gesamtrang vorarbeiten, doch auf SP 3 wurde der Kronos Xsara-Pilot von Matthew Wilson überholt, der nun sechs Sekunden vor dem Wiener den achten Platz belegt. Ein zerknirscht klingender Manfred Stohl erklärte: "Es ist okay, ich mag diese Konditionen - aber ich habe einfach nicht das richtige Gefühl."

Suzuki-Pilot Sebastian Lindholm scheint abermals mit Problemen zu kämpfen, da er zum Zeitpunkt dieses Berichts auf der dritten Prüfung vier oder fünf Autos aus der Reihenfolge unterwegs war und der SX4 dann auch noch auf der Prüfung zum Erliegen kam. Eines scheint schon jetzt klar zu sein: Suzuki hat über die relativ kurze Winterpause sehr viele Hausaufgaben zu lösen...

Andreas Aigner berichtete: "Wir hatten auf der zweiten Prüfung einen Reifenschaden - wegen dem vielen Schlamm dauerte der Reifenwechsel länger." Nachdem er auf SP 3 die siebtschnellste PWRC-Zeit fahren konnte, liegt Aigner insgesamt auf Rang sieben der PWRC-Wertung - hinter Mark Higgins, Wilks, Hänninen, Evans, Flodin und David Higgins.

Am Nachmittag, ab 14.10 Uhr Ortszeit (15.10 Uhr MEZ) werden die drei Prüfungen vom Vormittag ein zweites Mal befahren.

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