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ERC/ORM: Jännerrallye 2015

Jetzt fehlt nur noch das Startzeichen

Alle Vorgeplänkel zur Jännerrallye sind absolviert. Montag um 7 Uhr wird der ERC-Lauf eröffnet, Schnee im Überfluss sorgt für tolle Bedingungen...

Foto: Robert May

Mit der öffentlichen und toll besuchten Fahrerpräsentation auf dem Freistädter Stadtplatz fand die 32. Internationale Jännerrallye heute am späten Nachmittag ihren nächsten Höhepunkt. Infolge dessen wählten die ERC-Prioritätsfahrer ihre Startposition für den morgigen ersten Tag der Rallye. Die Reihenfolge der Auswahl richtete sich nach der jeweiligen Platzierung beim Qualifying am Vormittag.

So wählte der Quali-Schnellste Kajetan Kajetanowicz aus Polen Startplatz 14, der Zweitschnellste Robert Consani aus Frankreich suchte sich die 10. Startposition aus, und der Quali-Dritte Alexey Lukyanuk, seines Zeichens russischer Meister, schnappte sich den 12. Startplatz. Österreichs schärfste ERC-Waffe Hermann Neubauer aus St. Michael/Lungau wird als 11. ins Rennen gehen.

Zwei Änderungen in der Starterliste

Mario Klepatsch und Ernst Haneder finden sich in der offiziellen, vom Sportkommissariat abgesegneten Starterliste nicht im ERC-, sondern nur im Nationalen Feld wieder. Die Begründung, warum die zwei Lokalmatadore aus dem Mühlviertel nicht am EM-Lauf, für den sie ursprünglich genannt hatten, sondern nur in der Wertung für die heimische Meisterschaft teilnehmen dürfen, liegt im technischen Bereich und betraf in beiden Fällen den Sicherheitskäfig des jeweiligen Mitsubishi Evo IX.

Damit beträgt das Starterfeld der ERC in Freistadt 31 Fahrzeuge, das Nationale Teilnehmerfeld umfasst 35 Autos.

Stimmen von der Pre-event-Pressekonferenz

Bei der Pre-event-Pressekonferenz waren Kajetan Kajetanowicz, Craig Breen, Stephane Lefebvre und Hermann Neubauer zu Gast. Hier ein kurzer Auszug aus den Meinungen der Piloten.

Craig Breen (Irland / Peugeot 207 R5)
Frage: Das ist Ihr erster Start hier in Freistadt. Wie bereitet man sich auf ein Event vor, das man nie zuvor bestritten hat?
Breen: Ich habe für diese Rallye alles studiert, trockene Bedingungen und nasse Bedingungen. Doch jetzt gibt es Schnee, damit ist alles für mich noch schwieriger geworden. Trotzdem möchte ich nach zwei dritten Plätzen in den letzten zwei Jahren heuer endlich den Gesamtsieg in der ERC holen.

Kajetan Kajetanowicz (Polen / Ford Fiesta R5)
Frage: Sie waren Schnellster im Qualifying heute Vormittag. Lieben Sie die Bedingungen mit so viel Schnee besonders?
Kajetanowicz: Ja, im Qualifying ist es wirklich sehr gut gelaufen, aber das hat keine Aussagekraft. Im Schnee zu fahren ist nicht so einfach wie es aussieht, man muss halt schauen, dass man immer die Spur hält.

Stephane Lefebvre (Frankreich / Citroen DS3 R5)
Frage: Sie sind auch zum ersten Mal bei der Jännerrallye. Was sind Ihre ersten Eindrücke?
Lefebvre: Im Qualifying haben wir uns leider mit den Reifen total vergriffen. Aber ich bin froh, dass das jetzt passiert ist und nicht bei der Rallye selber. Ich finde es sehr interessant, bei solchen Bedingungen zu fahren und freue mich darauf.

Hermann Neubauer (Österreich / Ford Fiesta S2000)
Frage: Österreichischer Fahrer, österreichische Rallye – wieviel Vorteil sehen Sie darin?
Neubauer: Es gibt sicher Stellen, wo man weiß, dass da oder dort zum Beispiel viel Eis ist, das sollte man vielleicht nicht vernachlässigen, aber auch nicht als riesigen Vorteil ansehen. Kajetan ist auch schon zum dritten Mal hier, und man hat am Vormittag gesehen, wie wohl er sich gleich gefühlt hat. Gegenüber Breen oder Lefebvre, die zum ersten Mal hier fahren, ist der Vorteil vielleicht eine Spur größer, aber das sind Klasseleute, die können so etwas sehr schnell wettmachen.

Ablenkung mit Sauerteig

Eine kurze Auszeit vor der morgen beginnenden Schwerarbeit hinter dem Lenkrad holten sich heute Nachmittag die ERC-Piloten Jonathan Hirschi (CH), Simone Tempestini (Rum), Jaromir Tarabus (Tch), Lukasz Kabacinski (Pl) und Hermann Neubauer (Ö). Sie begaben sich kurzfristig in die „Lehre“ zu Bäckermeister Ernst Haneder. Der heuer 13-fache Jännerrallye-Teilnehmer gab seinen Kollegen im neu umgebauten Betrieb in St. Oswald Unterricht im fachgerechten Backen von traditionellem Mühlviertler Sauerteigbrot.

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