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Loeb führt vor Sordo und Bengue

Nach der 2. Etappe führt Loeb vor Sordo und Privatier Alexandre Bengue, dem jedoch Marcus Grönholm bis auf 4 Sekunden auf den Pelz rückte. Stohl 10., Aigner 13.

Michael Noir Trawniczek

Er hat es nicht geschafft - zwar war Marcus Grönholm auch auf der zwölften und für heute letzten Sonderprüfung schnell unterwegs, wurde nur von Leader Sébastien Loeb (Kronos) um 2,9 Sekunden geschlagen, doch den dritten Gesamtrang konnte der finnische Ford-Pilot bei seiner Aufholjagd noch nicht erobern.

Privatier Alexandre Bengue (Peugeot) konnte in der 12. SP nur Rang 9 belegen, liegt aber immer noch als Gesamt-Dritter 4,1 Sekunden vor Grönholm. Bengue erbte den dritten Platz von Kronos-Pilot Xavier Pons, der in der zehnten Wertungsprüfung auf losem Schotter von der Strecke abkam und w. o. geben musste.

An der Spitze konnte "Super-Séb" Loeb mit seiner SP-Bestzeit den Vorsprung auf Sensationsmann Dani Sordo auf 34,4 Sekunden ausbauen. Loeb erklärte knochentrocken: "Ich musste die Pace erhöhen, denn Sordo macht ganz schön Druck."

Grönholm: Nur noch vier Sekunden fehlen auf das Podium

Sordo wiederum liegt als Zweiter beruhigende 1:31 Minuten vor Bengue. Dass der französische Privatier seinen Podestplatz behalten wird können, darf jedoch massiv angezweifelt werden. Nur noch ein weiterer Defekt kann Marcus Grönholm davon abhalten, seine gestern Freitag begonnene Aufholjagd auf dem Podium zu beenden. Grönholm ist der gleichen Meinung: "Ich glaube schon, dass ich die Rallye auf dem Podium beenden kann - aber es wird nicht leicht werden."

Die beiden Ford-Werksfahrer Grönholm und Mikko Hirvonen wurden gestern beide in der fünften Sonderprüfung von Turbolader-Defekten ereilt - das Team wollte daraufhin wenigstens den vierten rang zurückerobern, mit seinem Podestplatz würde Grönholm diese Erwartungen übertreffen.

Auf einem ungefährdeten fünften Rang liegt der Tscheche Jan Kopecky, der Skoda-Pilot hat über eine Minute Guthaben auf Markenkollege Francois Duval. Auf den Rängen 7 und 8 findet man die beiden Subaru-Piloten Petter Solberg und Stephane Sarrazin, die sich unzufrieden mit dem Fahrzeugverhalten erklärten.

Stohl: Gehen sich noch WM-Punkte aus?

Mit dem Setup unzufrieden war den ganzen Tag auch Manfred Stohl im OMV-Peugeot, der gemeinsam mit seiner Co-Pilotin Ilka Minor den zehnten Gesamtrang einnimmt. "Das Auto ist toll und auch die Reifen sind schwer in Ordnung. Wir müssen den Weg finden, wie sie zusammenpassen", erklärte Stohl.

Immerhin konnte man gegenüber dem Vortag einen Platz gutmachen - wenn am Ende noch der ein oder andere WM-Punkt herausspringen sollte, wäre das eine angemessene Belohnung sowohl für das Duo Stohl/Minor als auch für Bozian Racing, die nach dem schweren Testunfall ein komplett neues Auto aufgebaut haben. Red Bull Skoda-Youngster Andreas Aigner belegt den 13. Gesamtrang - Stallkollege Gilles Panizzi konnte sich auf Rang 9 vorarbeiten.

Morgen Sonntag wird um 7.53 Uhr die 22,43 Kilometer lange 13. Sonderprüfung in Angriff genommen.

Die besten Fotos von der Rallye Spanien finden Sie in der Navigation rechts.

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