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Unglaublich: Die Defekthexe schnappte sich beide Ford-Piloten!

Unglaubliches Pech für die Ford-Werkspiloten, beide liegen nach Defekten weit zurück. Mit Loeb, Sordo und Pons liegen nun drei Citroen-Xsara in Führung!

Michael Noir Trawniczek

Als der Führende Marcus Grönholm hinter Sébastien Loeb die fünfte Wertungsprüfung in Angriff nahm, war er an der zweiten Messmarke noch rund eine Sekunde schneller als der Weltmeister.

An der zweiten Marke lag Grönholm rund fünf Sekunden zurück - doch als sein Rückstand beim vierten Messpunkt satte 29,8 Sekunden betrug, war offensichtlich: An dem Ford Focus WRC muss es ein Problem geben! Tatsächlich streikte der Turbo, Magic Marcus schleppte sich so mit einem Rückstand von 1:25.9 Minuten ins Ziel.

Doch für das blaue Oval kam es noch dicker: Denn auch Mikko Hirvonen wies an der dritten Messmarke plötzlich einen Rückstand von über 30 Sekunden auf, am Ende lag auch der zweite Werkspilot von Ford unendliche 3:05.7 Minuten zurück. Auch am Wagen von Hirvonen gab es Troubles mit dem Turbo.

Beide Ford-Piloten können vor der nächsten Wertungsprüfung keine Arbeiten an ihren Fahrzeugen vornehmen lassen und werden daher noch weiter zurückfallen, glücklicherweise ist die sechste und letzte SP nur rund elf Kilometer lang.

Drei Xsara in Führung!

WM-Leader Sébastien Loeb steht somit wieder einmal ohne Gegner da - der Franzose liegt nach seinem zweiten SP-Sieg mit 23,2 Sekunden Vorsprung in Führung - und auf Rang 2 liegt nun sein Citroen-Markenkollege Daniel Sordo, der Junioren-Weltmeister, den Loeb gerne auch mit Tipps versorgt.

Sordo belegte in der fünften SP den zweiten Platz vor Xavier Pons im zweiten Kronos-Xsara - womit in der Gesamtwertung drei Xsara in Führung liegen! Pons weist einen Gesamtrückstand von 46,5 Sekunden auf und liegt 24,8 Sekunden vor Petter Solberg im Subaru.

Sébastien Loeb zeigte sich im Anschluss an die fünfte Wertungsprüfung gegenüber dem WRC-Radio sportlich: "Das Auto fühlt sich nach den Änderungen, die wir vorgenommen haben, gut an. Schade, dass Marcus mechanische Probleme hat, ich hätte gerne gegen ihn gekämpft."

Manfred Stohl (OMV-Peugeot) wies in der fünften Sonderprüfung einen Rückstand von 43 Sekunden auf, belegte damit den 10. Platz, liegt insgesamt derzeit auf Rang 11. Der Österreicher erklärte gegenüber dem WRC-Radio: "Ich habe kein wirklich gutes Gefühl im Auto und uns fehlt auch die Erfahrung auf Asphalt." Andreas Aigner (Red Bull Skoda) belegt mit einem Rückstand von 1:15.8 Minuten den 14. Rang, liegt auch in der Wertung auf Platz 14.

Um 17.24 Uhr starteten die Rallye-Asse die rund elf Kilometer lange sechste und letzte Wertungsprüfung des ersten Tages.

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