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Loeb startet mit Bestzeit

Die Überraschung, die viele erwartet haben: Xsara-Pilot Duval nur drei Sekunden hinter Weltmeister Loeb. Grönholm 6. Bremsprobleme bei Manfred Stohl (10.). Raimund Baumschlager in der Gruppe N Dritter hinter Van den Heuvel und Gaßner.

Michael Noir Trawniczek

11:04.2 Minuten benötigte Weltmeister Sébastien Loeb für die 19,79 Kilometer lange Wertungsprüfung Ruwertal/Fell - womit der Citroen-Werkspilot die absolute Bestzeit markieren und seiner Favoritenrolle gerecht werden konnte. Loeb wirkte im Zielraum erfreut: "Es schaut viel besser aus als nach der ersten Prüfung in Finnland. Ich hatte ein bisschen Untersteuern, aber nichts Schlimmes."

Dieses Untersteuern hatte auch Loeb's Teamkollege Dani Sordo, bei ihm war es schlimmer: "Ich habe nicht viel Vertrauen in das Auto, ich habe sehr viel Untersteuern." Doch auch mit wenig Vertrauen konnte der Spanier die drittbeste Zeit fahren, mit einem Rückstand von 3,8 Sekunden.

Die, allerdings von vielen erwartete, Überraschung lieferte Francois Duval im zweiten Kronos-Xsara - der belgische Asphalt-Spezialist war nur um exakt drei Sekunden langsamer als Weltmeister Loeb und belegte zwischen den beiden Werksautos den zweiten Platz.

Die zweite Kraft hinter dem französischen Automobilhersteller bildete überraschend Subaru - Chris Atkinson fuhr mit 4,9 Sekunden Rückstand die dritte Zeit, Petter Solberg belegte Rang vier. Atkinson war jedoch nicht wirklich zufrieden: "Ich bin nicht glücklich mit meiner Fahrt, ich habe es wohl zu leicht genommen, am Ende der Prüfung habe ich jedoch einen Zahn zugelegt." Ganz anders äußerte sich Solberg: "Ich denke, das war die beste Zeit, die ich in den letzten drei Jahren in einer Wertungsprüfung gefahren bin."

WM-Leader Ford, zuletzt mit drei Siegen in Serie höchst erfolgreich, konnte beim ersten Schlagabtausch im "geloebten Land" nur die Ränge sechs und sieben belegen, wobei Mikko Hirvonen seinem Teamkollegen, WM-Leader Marcus Grönholm, etwas weniger als zwei Sekunden abknöpfen konnte. Hirvonen lag 8,4 Sekunden hinter der Loeb-Bestzeit, bei Grönholm waren es 10,2. Grönholm gab im Zielraum keinen Kommentar ab, Hirvonen zuckte mit den Achseln: "Das war nicht schlecht, aber Sébastien war sehr schnell unterwegs. Es war schwierig, einen Rhythmus zu finden."

Hinter Grönholm belegte Xavier Pons im dritten Werks-Subaru den achten Rang, auf Platz neun Toni Gardemeister in seinem privaten Citroen Xsara WRC.

Probleme gab es bei Manfred Stohl, der auf der ersten Prüfung einen Rückstand von 19,4 Sekunden aufwies und damit Platz zehn belegte. Stohl erklärte: "Ich habe große Probleme mit den Bremsen. Ich bin mir nicht sicher, aber es ist sehr schwierig für mich, zu bremsen."

5, 4 Sekunden hinter Stohl belegte der Tscheche Jan Kopecky den elften Rang, dahinter reihten sich die beiden Stobart Ford von Jari Matti Latvala und Henning Solberg ein. Deren Stallkollege Matthew Wilson fabrizierte einen Dreher, technische Probleme auch am älteren Ford von Guy Wilks.

Raimund Baumschlager lag goldrichtig, als er nach dem Shakedown im motorline.cc-Talk den Holländer Jasper van den Heuvel zu seinen wahrscheinlich größten Konkurrenten zählte. Van den Heuvel, der wie Baumschlager einen Mitsubishi Lancer Evo IX pilotiert, fuhr auf der ersten Prüfung die schnellste Zeit der Gruppe N, gefolgt von Hermann Gaßner, der ebenfalls auf der Rechnung des Österreichers stand. Gaßner fehlten auf Van den Heuvel exakt zwei Sekunden auf die Zeit des Holländers. Baumschlager markierte die drittschnellste Zeit der Gruppe N, mit einem Rückstand von 16,3 Sekunden.

Hinter Baumschlager befinden sich zahlreiche Piloten der Juniorenmeisterschaft der FIA (Martin Prokop im Citroen C2 Super 1600 Schnellster) - dahinter belegte Sandro Wallenwein den vierten Platz - und auch Wallenwein gehörte zu den drei Piloten, die Baumschlager als seine größten Gegner im Kampf um den Gesamtsieg der Gruppe N nannte.

Um 11.26 Uhr wird die zweite Wertungsprüfung, die 23,04 Kilometer lange SP "Grafschaft Veldenz" in Angriff genommen.

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