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Stohl mit passivem, Duval mit aktivem Differenzial

Wenig Aussagekraft beim Shakedown auf einer rutschigen Strecke. Bestzeit für Loeb, dahinter Duval, Sordo, Kopecky, Solberg und OMV-Pilot Manfred Stohl.

Michael Noir Trawniczek
Foto: McKlein

Auf einer den Piloten zufolge ziemlich feuchten, schlammigen, dreckigen und 5,58 Kilometer langen Piste wurde der Shakedown zur Deutschland-Rallye abgehalten. Die gefahrenen Zeiten haben wenig bis gar keine Aussagekraft, zumal einige Fahrer lieber ihre Reifen sparten und ihr Boliden schonten.

Die Bestzeit markierte Sébastien Loeb mit 3:43.6 Minuten. Zwei Zehntelsekunden dahinter Francois Duval, der im OMV Kronos Citroen-Team ein zweites Citroen Xsara WRC pilotiert - allerdings ist dieser Wagen, im Gegensatz zu jenem von Manfred Stohl, mit einem aktiven, elektronischen Differenzial ausgerüstet. Was bedeutet, dass sein Xsara auf dem Stand von 2005 homologiert ist. Stohl's Bolide ist auf 2007er-Standard homologiert, wo nur noch passive, also mechanische Differenziale erlaubt sind.

Stohl sagt: "Das aktive Differenzial hätte ich auch verwenden können. Nur: Während Duval hier ein gutes Ergebnis braucht, denken wir langfristig, denn du kannst nicht langfristig mit einer 2005er-Homologation fahren." Dass man mit einem aktiven Differenzial leichte Vorteile habe, bestätigte Stohl.

Der Wiener fuhr bei seiner dritten Durchfahrt der Shakedown-Strecke mit 3:48.1 Minuten die sechstschnellste Zeit. Seine drei Versuche kommentierte "Stohlito" knapp und zuversichtlich: "Alles bestens!"

Gleich in seinem ersten von vier Versuchen fuhr der Tscheche Jan Kopecky im Skoda Fabia WRC die viertschnellste Zeit hinter Dani Sordo im zweiten Citroen C4 WRC. Doch wie erwähnt: Die Shakedown-Zeiten haben so gut wie keine Bedeutung. Marcus Grönholm beispielsweise lag exakt fünf Sekunden hinter Loeb zurück, der WM-Leader fuhr dreimal auf die Strecke und markierte seine beste Zeit gleich in seinem ersten Versuch. Grönholm hat sicher auch sein Material geschont.

Richtig los geht es also erst am Freitagmorgen, wenn die erste Wertungsprüfung gestartet wird. Die Gruppe N-Fahrzeuge waren erst am Nachmittag mit dem Shakedown an der Reihe.

Zeiten

 1. Loeb         Citroen C4         3:43.6
 2. Duval        Citroen Xsara      3:43.8
 3. Sordo        Citroen C4         3:44.9
 4. Kopecky      Skoda              3:47.2
 5. Solberg      Subaru 2007        3:47.7
 6. Stohl        Citroen Xsara      3:48.1
 7. Hirvonen     Ford 07            3:48.3
 8. Grönholm     Ford 07            3:48.6
 9. Atkinson     Subaru 2007        3:48.8
10. Pons         Subaru 2007        3:49.1
11. Gardemeister Citroen Xsara      3:50.3
12. Latvala      Ford 06            3:52.0
13. Solberg      Ford 06            3:53.5
 =. Wilks        Ford 05            3:53.5

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