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Andi, Österreich drückt die Daumen!

Ein nahezu perfekter Tag für Andi Aigner, der Steirer liegt mit Platz drei auf WM-Kurs, 1:20 min Vorsprung auf den Vierten Wilks.

Exakt 96,10 SP-Kilometer fehlen dem Red Bull Rallye Team und Andreas Aigner noch zum Gewinn des Rallye-Weltmeistertitels!

Favorit und Tabellenführer Juho Hänninen nach einem Motorschaden heute nicht mehr dabei – die erste Vorentscheidung im Kampf um die WM-Krone – das machte die Sache für Andreas Aigner (Ö)/Klaus Wicha (D) – Mitsubishi Evo IX am heutigen zweiten Tag der Wales-Rallye nicht viel einfacher.

Zwar war nun der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, weg – der Druck, die Rallye zumindest auf Platz 3 zu beenden, bleibt aber.

Deshalb versuchte der Steirer heute auch, seine Taktik ein wenig zu ändern, fuhr am Vormittag – sieht man von der ersten SP in der Früh ab - eher auf der sicheren Seite. Da die Konkurrenz aber weit gehörigen Druck machte, musste Aigner am Nachmittag die Schlagzahl etwas erhöhen.

Und es ging gut. Aigner blieb trotz höherem Speed von Ausrutschern verschont (ein Dreher auf einer Eisplatte auf Sp 14 war die einzige „Ausbeute“) und bewies Nervenstärke, Cleverness und Abgebrühtheit.

Und: Er konnte den Vorsprung auf den Viertplatzierten sogar noch ausbauen, liegt nach 15 SP nun 1:20 Minuten vor dem Briten Wilks!
Vor ihm duellieren sich die beiden Schweden Flodin und Sandell um den Gesamtsieg.

Andreas Aigner: „Es war ein total schwieriger Tag. Ich habe auf der ersten SP voll angegriffen, wäre dabei fast abgeflogen, habe in der Folge etwas Tempo heraus genommen, und dann am Nachmittag wieder voll angegriffen. Mit dem Erfolg, dass wir den Vorsprung auf Wilks noch ausbauen konnten. Jetzt sieht es für uns wirklich gut aus. Für morgen gibt es zwei klare Vorgaben: Zum einen, dass wir auf der Strasse bleiben, zum anderen, dass wir uns an den Zeiten von Wilks orientieren – dann könnte es klappen.“

Teamchef Raimund Baumschlager: „Andreas fährt das im Moment wirklich sehr clever. Jetzt können wir nur hoffen, dass das Auto auch morgen so problemlos läuft und Andi keinen gravierenden Fehler macht. Dann könnte unser Konzept – aus einem so genannten „No Name“ einen Weltmeister zu formen – aufgehen. Und das würde ich mir sehr wünschen.“

Ausgeschieden bereits am Vormittag Bernardo Sousa (Por)/Jorge Cavalho (Por) – Mitsubishi EVO IX . Der Antriebsdefekt dürfte aber behoben werden können. Heißt, Sousa wird am Sonntag mit dem Supe-Rallye-Reglement wieder an den Start gehen.

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