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Rallye-WM: Wales

Bitte ein WRC-Cockpit für Andi Aigner!

Aigner im C4 WRC – das sollte der nächste Schritt sein. Für Red Bull wäre die weitere Investition in Aigner ein immenser Imagegewinn, weltweit!

Michael Noir Trawniczek, noir@motorline.cc
Fotos: Red Bull

Andi Aigner wurde in Wales nichts geschenkt. Auch wenn Hänninen einen Ausfall hinnehmen musste, war es alles andere als ein leichtes Spiel für den Steirer. Die widrigen Bedingungen, die entschlossenen Teilnehmer der britischen Rallye-Meisterschaft. Und so ist es auch kein Wunder, dass Aigner im motorline.cc-Talk meinte, man könne Wales 2008 durchaus als seine schwierigste Rallye bezeichnen. Eine Meisterprüfung also im doppelten Sinn. Aigner hätte es jedenfalls nicht besser machen können.

Die Jahresbilanz: Ein tolles Frühjahr mit drei Siegen in Folge, dann zwei Ausfälle bei ihm unbekannten Rallyes, in Neuseeland flogen auch andere, darunter Weltmeister Loeb und Aigners WM-Gegner Juho Hänninen auf SP 1 ab. Alles in allem fuhr Aigner heuer also durchaus in Topform, wuchs in Wales zudem über sich selbst hinaus…

Es ist leider, so scheint es, symptomatisch für unsere Zeit, dass ein solches Kaliber wie Andi Aigner um seine Zukunft fürchten muss. Seit der Finanzkrise ist es noch schwieriger für Motorsportler geworden – mit dem Hinweis „Finanzkrise“ ist alles und jeder per sofort kündbar.

Aigner möchte 2009 in die WRC zurückkehren – das wäre auch der nächste logische Schritt in dieser Ausnahmekarriere. Für Red Bull wäre ein solcher Schritt, indem man Aigner WM-Rallyes auf einem WRC von Partner Citroen ermöglicht, die optimale Gelegenheit, um – nicht nur in Österreich, sondern weltweit – zu signalisieren: Seht her! SO funktioniert eine Driver Search – WIR haben Andi Aigner entdeckt!

Dass Aigner jetzt, als PWRC-Weltmeister, Angebote von Werksteams erhalten wird, ist unrealistisch. Ohne Mitgift gibt es derzeit kein WRC-Cockpit. Doch die Investition in unseren Weltmeister würde Red Bull einen weltweiten Schub in Sachen Positivimage geben. Und Aigner könnte mit Topleistungen die Herstellerteams weiter auf sich aufmerksam machen. Red Bull kann bei einer weiteren Unterstützung von Andi Aigner eigentlich nur gewinnen. In diesem Sinne – gemma’s an!

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