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Freude bei Solberg, Enttäuschung bei Stohl

Das OMV-Peugeot-Team musste den Ausfall von Manfred Stohl hinnehmen, wurde jedoch durch einen fünften Rang von Henning Solberg entschädigt.

Die Akropolis-Rallye endete für das OMV Peugeot Norway World Rally Team mit einem Spitzenresultat.

Henning Solberg und Cato Menkerud belegten nach 355,62 Sonderprüfungs-Kilometer den fünften Platz. Neben vier Punkten für die Fahrer-WM, gibt es zusätzlich noch fünf Zähler in der Markenwertung.

Weniger Glück hatte das österreichische OMV Team. Manfred Stohl und Ilka Minor überschlugen sich auf der ersten Sonderprüfung des letzten Tages. Sie blieben zum Glück unverletzt, konnten die Fahrt aber nicht fortsetzen und sind im Rahmen der SupeRally-Wertung im Endergebnis als 17. klassiert.

Fünften Platz ins Ziel gerettet

Henning Solberg darf sich freuen. Nach einigen Enttäuschungen bei den vergangenen zwei Rallies rettete der 33-jährige OMV Pilot aus Norwegen den fünften Endrang ins Ziel. Der Vorsprung auf Daniel Sordo (Spa/Citroen) betrug nach einem Herzschlagfinale bei der Super Stage im Athener Olympiastadion lediglich 0,8 Sekunden. Damit wiederholte Solberg auch sein bestes Saisonresultat von Mexiko. Und im internen Bruderduell mit Subaru-Werkspilot Petter Solberg blieb er um zwei Plätze vorne.

Solberg: „Im Endeffekt bin ich über diese Platzierung sehr glücklich. Wir wollten zwar am letzten Tag noch voll attackieren, damit wir auf den vierten Platz kommen. Zwar haben wir Sordo überholt, doch konnten den Angriff von Gardemeister nicht abwehren. Das lag auch daran, dass wir schlußendlich sehr vorsichtig waren. Ich wollte nach dem Pech in Argentinien und Sardinien das gute Resultat nicht aufs Spiel setzen.“ Das OMV Peugeot Norway World Rally Team Henning Solberg verbesserte sich damit in der Weltmeisterschafts-Fahrerwertung mit elf Punkten vom elften auf den siebenten Platz.

Technische Probleme gipfelten mit Überschlag

Manfred Stohl musste die Acropolis-Rally vorzeitig beenden. Nachdem der OMV Pilot am Ende des zweiten Tages noch an fünfter Stelle lag, gab es im Schlußservice am Samstag Probleme. Der Wechsel des Auspuff-Krümmers am Peugeot 307 WRC dauerte neun Minuten länger als die erlaubte Reparaturzeit von 45 Minuten. Dadurch kassierte Stohl 1:30 Strafminuten und fiel auf den siebenten Platz zurück. Am Morgen des Schlußtages dann das nächste Problem für das OMV Peugeot Norway World Rally Team. Auf der Verbindungsetappe zur ersten Sonderprüfung verlor der Wagen Öl. Das Leck konnte abgedichtet werden, doch schon nach wenigen Kilometern im Renntempo trat der Schaden abermals auf. Der 33-jährige Österreicher schaltete aufs Notprogramm.

Stohl: „Damit verlierst du enorm viel an Leistung. Wir rollten nur mehr über die Prüfung. In einer Linkskurve war ich dann zu weit innen und wir überschlugen uns drei Mal die Böschung hinunter. Es war nicht schlimm, doch das Auto war natürlich unfahrbar. Ein trauriges Ende für eine mit sehr vielen kleinen Problemen gespickte Rally.“

Der OMV Pilot will diese Rallye so schnell wie möglich vergessen und freut sich auf die zwei Monate Pause bis zu seiner „Heimveranstaltung“, der OMV ADAC Rallye vom 10. bis 13. August in Deutschland. In der WM-Wertung liegt Stohl punktegleich mit Petter Solberg auf dem fünften Rang (je 20 Zähler).

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