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"Match gegen Grönholm noch interessanter..."

Sébastien Loeb glaubt an ein interessantes Match gegen Marcus Grönholm - am Beginn der Sardinien-Rallye habe dieser seine Stärke demonstriert.

Sébastien Loeb ist ein Perfektionist, wie er im Buche steht. In der WM ist er einsamer Führender, die Sardinien-Rallye hat er überlegen gewonnen - doch auf der Mittelmeerinsel hatte zunächst ein anderer das Zepter in der Hand: Marcus Grönholm.

Und aus diesem Grund gilt es, diese Schwäche zu durchleuchten - denn die anfangs starke Performance des Finnen registrierte Loeb überrascht: "Ganz genau, in der ersten Wertungsprüfung hat meine Pace nicht gestimmt, danach habe ich wirklich hart gepusht, ohne jedoch den Trend umkehren zu können. Gut, Marcus hat davon profitiert, dass ich direkt vor ihm auf die Strecke musste, doch das allein erklärt meinen Rückstand nicht."

Loeb sucht daher nach Lösungen: "Wir haben schon früher registriert, dass wir auf rutschigen Straßen nicht so gut sind. Der Verbesserungsprozess in dieser Hinsicht läuft permanent, auch was andere Parameter anbelangt. In Griechenland ist der Boden anders, aber es gibt auch bei den Reifen Änderungen. Wir werden brandneue BFGoodrich-Pneus zur Verfügung haben, die sehr nützlich sein sollten..."

Wer holt mehr aus den Reifen heraus?

Der Vorjahressieger (rund 1,5 Minuten vor dem damaligen Ford-Werksfahrer Toni Gardemeister) räumt ein: "Natürlich verfügt Marcus über die gleichen Gummis - aber deren Effizienz ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen Reifen und Auto. Wer wird diese Aufgabe am besten lösen? Diese Frage macht das nächste Match gegen Grönholm noch interessanter."

Der gute "Super-Séb" sucht den Kampf - in Sardinien wirkte er beinahe enttäuscht, als er nach dem Ausfall von Grönholm wieder einmal ohne Gegner dastand.

Solche Probleme sind Xavier Pons, der den zweiten Kronos-Xsara steuern wird, noch ziemlich fremd. Auf Sardinien konnte er mit Rang vier sein bislang bestes Saisonergebnis erzielen - sein Ziel sei es, abermals so viele WM-Punkte wie möglich an Land zu ziehen, auch für die Hersteller-Wertung, erklärte Pons.

Juniorenweltmeister Dani Sordo sprang in Italien mit dem Vorjahrs-Xsara schon zum dritten Mal in diesem Jahr auf das Podium, weshalb er auch in der Tabelle den dritten Platz innehat - fünf Zähler fehlen nur noch auf Grönholm, der Tabellen-Vierte, Manfred Stohl, liegt zehn Punkte hinter dem jungen Spanier.

In punkto Schotter und WRC ist Sordo noch relativ unerfahren, Sardinien war sein dritter Schotter-Event in einem WRC - dass er dennoch ausgezeichnete Ergebnisse erzielt, erhöht seinen Marktwert. Trotzdem bleibt Sordo auf dem Teppich, setzt sich ein realistisches Ziel: "Natürlich weiß ich, dass ich Séb nicht schlagen kann und ich hoffe, dass er wieder den Sieg einfahren kann - ich würde mich über einen Platz in den Top 5 freuen."

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