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WRC: Rallye Monte-Carlo

Fröhliches Vorsprungverwalten

Die Luft ist draußen. Nach der Absage der SP 9 wurde am Vormittag die 51,7km lange SP 10 absolviert. Ogier fuhr extrem vorsichtig, Ott Tänak offenbar nicht.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Daniel Fessl, motorline.cc

„Ich verstehe nicht, warum Ogier so viel langsamer war als wir“, sagte Jari-Matti Latvala nach der „Mammutprüfung“, der 51,7 Kilometer langen SP 10 „Ladier et Valenca – Faye“, nachdem die Prüfung davor wegen dem zu großen Zuschauerandrang gestrichen werden musste. Latvala hatte sogar einen Dreher – warum also war sein die Rallye anführender VW-Teamkollege um 40 Sekunden langsamer? Die Antwort ist einfach: Weil er es sich leisten kann! Und weil keiner seiner Konkurrenten bis auf Sebastien Loeb an ihn herankommt. Er selbst erklärt: „Alles ist okay. Wir haben eine sichere Reifenwahl getroffen, auf den eisigen Passagen sind wir extrem vorsichtig gefahren.“

Die achtschnellste Zeit reichte für Ogier, um seine Führung mit einer Minute Vorsprung auf Latvala zu halten. Andreas Mikkelsen, der dritte VW-Pilot, machte erst gar keine Anstalten, gegen Ogier und Latvala aufzubegehren: „Wir sind superlangsam auf den eisigen Stellen gefahren, wir wollten nichts riskieren.“ Dass er trotzdem schneller als Ogier und Latvala war, liegt nur daran, dass die beiden noch langsamer fuhren…

Einen freien Lauf hatte Robert Kubica, der hier wohl von seiner Startposition profitierte – denn der Pole fuhr eine überlegene Bestzeit, war um 33 Sekunden schneller als Kris Meeke, dessen Citroen-Teamkollege Sebastien Loeb belegte 7,8 Sekunden hinter Meeke Platz drei und gab offen zu, dass nach seinem Freitags-Malheur und dem damit verbundenen Rückstand die Motivation „nun eine andere“ sei.

Zu sehr motiviert dürfte wohl der Este Ott Tänak gewesen sein, der am Freitag noch als bester Nicht-VW-Pilot auf Platz vier brillieren konnte. Tänak warf seinen Fiesta in den Wald, konnte zwar nach der tatkräftigen Hilfe der Fans die Fahrt fortsetzen, verlor aber rund 20 Minuten.

Somit tobt nun ein Duell um den vierten Platz, bei dem Citroen-Pilot Mads Östberg die Nase vorne hat, exakt 7,8 Sekunden dahinter lauert Elfyn Evans im zweiten M-Sport Ford. Jeweils eine Minute dahinter belegen die Hyundai-Piloten Thierry Neuville und Dani Sordo die Plätze sechs und sieben, gefolgt von Czech Ford-Pilot Martin Prokop auf Platz acht.

Henning Solberg und Ilka Minor liegen auf Rang neun, Solberg erklärte: „Wir sind einfach nur sicher über die Prüfung gefahren, denn wir wollen es ins Ziel schaffen.“

Auf Gesamtrang zehn folgt bereits der Führende der WRC-2, Citroen-Pilot Stephane Lefebvre im DS3 R5, doch sein Gegenspieler Martin Koci hat in seinem Ford Fiesta R5 nicht aufgehört, zu „beißen“ und liegt nur 6,7 Sekunden hinter ihm.

Auf Platz drei liegt weiterhin BRR-Skoda Fabia S2000-Pilot Armin Kremer, das Team von Raimund Baumaschlager musste jedoch auf der langen SP 10 den Wagen von Henk Lategan abschreiben, der dort stehen blieb. Ob es ein Abflug oder ein technisches Gebrechen war, ist derzeit noch nicht bekannt.

In der WRC-3 führt weiterhin Quentin Gilbert, der 33 Sekunden Vorsprung auf Ole Christian Veiby aufweist, der Norweger muss jedoch um Platz zwei zittern, denn Wurmbrand Racing-Pilot Christian Riedemann kommt immer besser in Fahrt, er konnte auf SP 10 die zweitschnellste Zeit markieren, auf Veiby fehlen nur noch wenige Sekunden.

Johannes Keferböck und Hannes Gründlinger konnten im Peugeot 207 S2000 die 40. Zeit markieren und rückten so im Gesamtklassement auf Platz 36 vor.

Wie geht es den Porsche 997 GT3? Francoise Delecour liegt als bestplatzierter des RGT-Cups auf Platz 26, der Rückstand des Tuthill-Portsche beträgt rund 23 Minuten. Drei Minuten dahinter belegt Romain Dumas Platz 30, Marc Duez liegt mit 35 Minuten Rückstand auf Platz 44.

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