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Von Cadillac bis Fiat

Von Cadillac bis Fiat, in unserem zweiten Teil des IAA Rundgangs nehmen wir uns die internationale Palette von den USA bis nach China vor.

mid/tl

Cadillac

Cadillac stellt die Coupé-Studie Elmiraj erstmals in Europa auf der IAA in Frankfurt vor, nach der Weltpremiere auf dem Concours d´Elegance im kalifornischen Pebble Beach Mitte August. Der Elmiraj ist ein 5,20 Meter langes Luxuscoupé. Den repräsentativen Auftritt unterstreicht die Breite von 1,93 Metern und 1,40 Meter Höhe. Formal folgt der Elmiraj mit seinen konsequenten Ecken und Kanten der aktuellen Designlinie der Marke.

Er folgt zudem stilistisch der Studie Ciel, einem viersitzigen Cabriolet, das Cadillac 2011 präsentiert hat. In der Firmengeschichte folgt der Zweitürer der langen Tradition großer Coupés wie dem Coupé DeVille und dem Eldorado anfangs der 50er-Jahre. Der Elmiraj bietet vier Passagieren ein extrem luxuriöses Ambiente mit vier Sitzschalen, die ein breiter Mitteltunnel trennt. Lange Türen mit rahmenlosen Scheiben gewähren problemlosen Einstieg auch zu den beiden Plätzen im Fond. Edelholz und Titan prägen als Material das Interieur des Luxuscoupés. Leichtmetallräder mit 22 Zoll Durchmesser kennzeichnen den äußeren Auftritt ebenso wie die lange Motorhaube.

Technisch bietet die Studie bereits serienmäßige Hardware wie den neuen Heckantrieb der Marke. Für den standesgemäßen Antrieb des Elmiraj sorgt freilich ein Achtzylinder. Er entstand auf Basis der neuen V8-Motorengeneration und interpretiert den Downsizing-Gedanken betont amerikanisch. Mit doppelter Turboaufladung und 4,5 Liter Hubraum leistet der Motor 373 kW/500 PS. Das maximale Drehmoment erreicht 678 Newtonmeter.

Die Limousine der oberen Mittelklasse soll sich mit einer E-Klasse von Mercedes oder einem Audi A6 messen. 4,97 Meter lang, verfügt die dritte Generation des CTS über 2,91 Meter Radstand. Die mindestens 1 640 Kilogramm schwere Limousine ist sowohl mit Frontantrieb als auch mit Allradantrieb zu haben. Die Einstiegsmotorisierung mit vier Zylindern ist bereits aus dem Cadillac ATS bekannt. Der Benzindirekteinspritzer leistet dort 151 kW/202 PS. Der V6 mit 3,6 Liter Hubraum kommt auf 237 kW/318 PS.

Seine aufgeladene Version kommt 313 kW/412 PS. Für die Kraftübertragungen stehen Automatikgetriebe mit sechs und acht Fahrstufen zur Verfügung. Wie es um die Zukunft der Coupé- und Cabrio-Version des gerade abgelösten CTS bestellt ist, will Cadillac noch nicht festlegen, ebenso die der Hochleistungsversionen, die V-Modelle.

Der Cadillac ELR, ein Coupé mit der Plug-in-Hybridantriebstechnik des Chevrolet Volt und Opel Ampera feierte seine Weltpremiere zu Beginn des Jahres auf in Detroit. Mit reinem Elektroantrieb kommt der ELR ungefähr 55 Kilometer weit. Die Lithium-Ionen Batterie mit 16,5 kWh Energieinhalt benötigt zum Aufladen an der Steckdose etwa 4,5 Stunden.

Citroen

Platz für sieben, längerer Radstand, ein eigenständiges Design und neue Motoren sind die Eckdaten des neuen Citroen "Grand C4 Picasso". Wie bei der Vorgängergeneration von 2006 bis 2013 folgt nach der Premiere des Minivans C4 Picasso im Frühjahr in Genf jetzt die Langversion Grand C4 Picasso. Nach der IAA-Premiere kommt der Siebensitzer im Herbst in den Handel.

Changan

Die rote Fahne chinesischer Autohersteller hält Changan auf der IAA hoch. Der Staatsbetrieb aus Chongqing, der Metropole am Jangtsekiang, die zu den fünf größten Städten Chinas gehört, begann 1988 mit der Fahrzeugproduktion. Rund zwei Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge entstehen derzeit jährlich. 600.000 Autos werden in Kooperation mit Ford produziert. Andere Kooperationspartner sind Hyundai, Mazda, Suzuki und seit diesem Jahr auch PSA. In Europa ist das chinesische Staatsunternehmen noch weitgehend unbekannt. Auf der IAA präsentiert der chinesischer Hersteller sechs Modelle.

Bisher baut und entwickelt Changan eigenständig Pkw und Minibusse für den chinesisch-asiatischen Markt. Auf der IAA feiern sie die Premiere des Mittelklasse-SUV CS 75. Außerdem stehen das kompakte Schrägheck-Modell Eado XT, die Hybrid-Limousine Eado Hybrid und die Mittelklasselimousine Reanton auf dem Messestand. Bereits auf der Shanghai Auto Show waren das kleine SUV-Modell CS 35 und die Studie CS 95 zu sehen, die auch in Frankfurt antreten.

Auch die Produkte von Changan werden künftig in Europa nicht den Markt für chinesische Autos aufrollen. Anzeichen für einen bevorstehenden Markteintritt in Europa sieht die Beratungsfirma JSC Automotive nicht. Die Produkte sind angesichts der hiesigen Ansprüche "eher nicht konkurrenzfähig". Changan selbst aber sieht seine Produkte auf internationalem Niveau.

Chevrolet

Als Neuheiten serviert der Hersteller in Frankfurt uramerikanische Kost. So, den überarbeiteten Camaro. Das kultige Coupé, Chevys Beitrag zur Gattung der "Muscle Cars" seit 1966, erschien 2006 als Studie und ist in der aktuellen Form seit 2007 auf dem Markt. Kein Änderungsbedarf bestand beim Antrieb. Unter der Haube arbeitet der bewährte 6,2-Liter-V8-Motor, wahlweise mit serienmäßigem Sechsgang-Schaltgetriebe oder in einer optionalen sechsstufigen Automatikversion.

In der manuell geschalteten Ausführung generiert das Camaro-Triebwerk 318 kW/432 PS und ein maximales Drehmoment von 569 Nm bei 4.600/min. Zu den Höhepunkten bei der Ausstattung gehören ein neues Head-up-Farbdisplay und die ebenfalls neue, vernetzte Chevrolet-"MyLink"-Technologie. Das Radio ist dabei um ein hochauflösendes sieben Zoll großes Touchscreen-Farbdisplay herum aufgebaut und bietet eine klare, auf Piktogrammen basierende Menü-Anzeige. Gegen Ende des Jahres wird der neue Camaro bei ausgewählten Chevrolet-Händlern in Europa verfügbar sein.

Erstmals vor Publikum präsentiert sich in Frankfurt die siebte Generation der amerikanischen Sportwagen-Ikone Corvette. Im Oktober startet Chevrolet den Verkauf der neuen Corvette auf dem europäischen Markt. Als Antrieb für den Zweisitzer, der wieder als Cabrio und als Coupé verfügbar ist, dient das neu entwickelte 6,2-Liter-"LT1"-V8-Triebwerk in Kombination mit einem Siebengang-Schaltgetriebe. Der Motor entwickelt bei 6.000/min eine Leistung von 343 kW/460 PS sowie ein maximales Drehmoment von 630 Newtonmetern bei 4.600/min.

Die Ausstattung und Abstimmung der neuen Corvette hat Chevrolet speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen des wettbewerbsstarken europäischen Marktes zugeschnitten. Dazu gehört unter anderem ein "Z51"-Performance-Paket mit speziellem "Aeropaket" zur Erhöhung der Hochgeschwindigkeitsstabilität, elektronisch gesteuertem Sperrdifferenzial und Schlupfbegrenzung, Trockensumpfschmierung sowie Differenzial- und Getriebekühlung.

Neu beim Kompaktklasse-Modell Cruze, das als Viertürer, fünftürige Fließheck-Variante und als Kombi im Angebot ist, sind drei Motor-Getriebe-Kombinationen. Alle Varianten mit Schaltgetriebe verfügen über ein Start-Stopp-System. Den 103 kW/140 PS starken 1,4-Liter-Turbobenziner gibt es künftig auch für die viertürige Limousine. Außerdem erweitert der Hersteller die Serienausstattung unter anderem mit einer Klimaanlage und einer Reifenluftdruck-Kontrollanzeige.

Der MiniSpark erhält zum neuen Modelljahr schon in der Basisausstattung eine Schalt-Anzeige und eine Reifendruck-Kontrolle serienmäßig. Zudem stehen für das Einstiegsmodell eine Klimaanlage und ein Reserverad zur Wahl. Beim Kleinwagen Aveo ist für die Top-Ausstattung der 1,4-Liter-Benziner mit 74 kW/100 PS neu erhältlich. Der im Mai eingeführte Kompakt-SUV Trax in der 104 kW/140 PS starken 1,4-Liter-Benzinvariante ist künftig in allen Ausstattungen mit Frontantrieb kombinierbar. Außerdem sind zusätzlich Automatik-Versionen verfügbar. Gleiches gilt für den Kompakt-Van Orlando, der darüber hinaus nun serienmäßig unter anderen über eine Klimaanlage und das "MayLink"-Entertainmentsystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen verfügt.

Dacia

Die rumänische Renault-Tochter Dacia zeigt in Frankfurt den überarbeiteten Duster. Die Front erhält ein Upgrade, das nicht nur fortschrittlicher wirkt, sondern dem robusten Allradler auch mehr Wertigkeit verleiht. Diesen Eindruck unterstützen mehr Chrom, die Dachreling und neue Leichtmetallräder mit 16 Zoll Durchmesser.

Ferrari

Der Sportwagenhersteller Ferrari aus dem italienischen Maranello setzt unverändert auf extreme Hochleistungsportwagen. Zwar haben die Ingenieure für die IAA kein ganz neues Fahrzeug auf die Räder gestellt, dafür das populärste Modell der Marke, den seit 2009 gefertigten 458, mit einer neuen Top-Version versorgt. Ferrari stattet den 458 nun mit dem weltweit stärksten V8-Saugmotor aus und präsentiert das Ergebnis auf der IAA als Weltpremiere des "458 Speciale". Nicht nur die 445 kW/605 PS stellen in Punkto Leistung den aktuellen Spitzenwert für frei saugende V8-Motoren. Auch die Literleistung von 99 kW/135 PS pro Liter Hubraum ist aktueller Weltrekord für Straßenfahrzeuge.

Das Triebwerk mit 4,5 Liter Hubraum leistet bereits in der Basisversion 419 kW/570 PS bei 9.000/min. Der nunmehr 445 kW/605 PS starke Speciale ist als Coupé und Cabrio verfügbar. Mit einer überarbeiteten Aerodynamik und den neu entwickelten Spezialreifen beschleunigt der 458 Speziale aus dem Stand in drei Sekunden auf Tempo 100 und überschreitet nach 9,1 Sekunden die Schwelle von 200 km/h.

Fiat

Der Fiat 500X präsentiert sich als nächstes Mitglied der 500er-Familie. Ein kleiner kompakter SUV passt ins Portfolio und in die Zeit. Nissan hat den Juke, Opel den Mokka und Skoda den Yeti, der kleine SUV von Fiat bedient sich für die Basis bei der Plattform des 500L und im Motorenregal.

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