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Ennstal Classic 2010

Scuderia Volante – das große Kompliment

Wie ein Begleittext zur Nennung zum großen Kompliment für die Ennstal Classic-Veranstalter wurde. Die Scuderia Volante startet mit vier legendären Boliden, Präsident Hans Füglistaler im Interview.

von Michael Noir Trawniczek
Fotos: Sepp Fuchs/www.ennstal-classic.at

„Nachdem wir die Panamericana in Mexiko, die Mille Miglia, Le Jog in Schottland, London-Sidney, Tour de France, Targa Florio etc. mitgemacht haben, ist für uns die Ennstal Classic zur Nummer 1-Veranstaltung geworden“ – mit diesen Worten, als Begleittext der Nennung hinzugefügt, machte Hans Füglistaler, der Präsident der Schweizer Scuderia Volante den Veranstaltern Helmut Zwickl und Michael Glöckner natürlich eine große Freude.

Heuer werden gleich vier Fahrzeuge der Scuderia Volante an den Start gehen: In der Epoche II pilotieren Henry Rohrer und Frank W. Kuhn einen Lagonda M45 Le Mans aus dem Jahr 1935. In der Epoche IV starten Marco und Cornelia Vanoli mit einem Lancia Fulvia HF 1.6 Fanalone aus dem Jahr 1969. In der Epoche III pilotieren Dr. Martin Halusa und Dr. Markus Kirchgeorg einen Maserati150 S (Baujahr 1956).

Außerdem zünden Ulrich Körner und Präsident Füglistaler höchstpersönlich einen Porsche 550 RS 1500 Spyder aus dem Jahr 1955. „Das wollte ich mir nicht nehmen lassen, denn das geschieht nicht jedes Jahr“, lacht Füglistaler im Interview. Die Strecke sei eine große Herausforderung für den Navigator – und diesem Reiz ist Füglistaler erlegen. „Ich wechsle oft, bin mal Fahrer, mal Beifahrer. Die Strecke hier, die ganzen Passstraßen, das ist einmalig. Wir kommen ja aus den Bergen, aus Engadin – doch wir können um diese Jahreszeit nicht mehr fahren, denn da bricht bei uns der Verkehr zusammen.“

Motorsport seit den Siebzigerjahren

Füglistaler hat in den Siebzigerjahren mit dem Motorsport begonnen: „Da fuhr ich noch mit modernen Fahrzeugen im Rahmen der Schweizer Meisterschaft Rundstreckenrennen. Nach einer Pause kam ich 1989 in die Szene mit den historischen Fahrzeugen – ich hatte das Glück, dass ich zehn Jahre lang bei Alfa Romeo im Werksteam der Scuderia del Portello mitfahren durfte, das waren Rundstreckenrennen im Rahmen der Europameisterschaft. So wurde unser Bekanntenkreis immer größer. Und irgendwann haben wir beschlossen, mit den Speedwettbewerben aufzuhören und uns voll auf die Rallyes zu konzentrieren.“

Die Scuderia Volante sei noch „sehr jung“, sagt Füglistaler. „Der Zusammenschluss geschah im Jahr 2007. Die Fahrer sind allesamt schon länger dabei, aber wir haben uns zusammengetan, weil wir gemeinsam eine einzigartige Sammlung von Fahrzeugen aufweisen können. Vor drei Jahren sind wir dann über die Website auf die Ennstal Classic gestoßen, haben uns mit dem Alfa Romeo 1900 Coupe Touring angemeldet und sind gleich beim ersten Anlauf angenommen worden. Das hat uns dann so fasziniert, dass wir uns auch für 2009 angemeldet haben.“

Keine Berührungsängste

Füglistaler schwärmt: „Wir sind hier sehr herzlich empfangen worden, das gesamte Team, auch auf der Strecke ist extrem freundlich, das ist nicht überall so. Neben der faszinierenden Strecke kommt auch hinzu, dass hier wirklich analog gefahren wird – denn ich finde es absurd, wenn man bei einer solchen Rallye mit dem Laptop und mit GPS fährt. Und was uns ganz besonders wichtig ist: Wir haben hier sehr viele gute Freunde kennen gelernt – auch ehemalige Weltmeister haben keine Berührungsängste, das sind Kollegen vom ersten Tag an.“

Welche sportlichen Ziele hat die Scuderia Volante bei der Ennstal Classic 2010? Füglistaler antwortet: „Wir hätten gerne mal alle vier Fahrzeuge im Ziel, und zwar ohne Beule – und wir wollen in der Endwertung in die erste Hälfte reinkommen, alles darüber hinaus ist dann eine Zugabe.“

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