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Rallye-WM: Deutschland

Sebastien Loeb gewinnt!

Der Citroen-Pilot wiederholt seinen Vorjahres-Erfolg, der zweite und dritte Platz geht an die Peugeot-Teamkollegen Grönholm und Burns.

Manfred Wolf

Auch der heftige Regen, der bei den letzten Sonderprüfungen am Sonntag einsetzte, konnte den jungen Franzosen Sebastien Loeb nicht am Sieg hindern. Doch es wurde ausgerechnet in der letzten SP noch einmal richtig knapp.

Der finnische Routinier Grönholm fuhr 9,4 Sekunden schneller als Youngster Loeb, am Ende gewann der Franzose mit nur 3,6 Sekunden Vorsprung.

Überhaupt bot der letzte Tag Spannung pur, die ersten vier Piloten waren einmal nur durch 30 Sekunden getrennt. Hauptgrund dafür war eben jener angesprochene Regen, der auf der 19. Sonderprüfung plötzlich einsetzte und das Klassement ordentlich durcheinander brachte.

Doch so knapp die Abstände auch wurden: An den Platzierungen änderte sich nichts mehr: Marcus Grönholm wurde Zweiter und damit Bester Peugeot-Pilot, sein Teamkollege Richard Burns Dritter, Colin McRae (Citroen) Vierter.

Der Pechvogel Nr. 1 – Ford-Pilot Markko Märtin – verabschiedete sich mit einer weiteren Bestzeit aus Deutschland, ohne seine technischen Probleme wäre der junge Este ein mehr als ernstzunehmender Konkurrent um den Sieg gewesen, mit Platz fünf gesamt holt er wenigstens noch Punkte für die Fahrer-WM.

Letzteres gilt auch für Carlos Sainz. „El Matador“ konnte sich auf der ersten reinen Asphalt-Rallye in diesem Jahr nicht so richtig in Szene setzen, Platz sechs für den Spanier.

Francois Duval holt für seinen Arbeitgeber Ford mit dem siebenten Rang ebenfalls wieder WM-Punkte, neuerlich ein solides Ergebnis des jungen Belgiers. Den letzten Fahrer-WM-Punkt schnappt sich Subaru-Pilot Petter Solberg.

Sein Teamkollege Tommi Mäkinen war ja schon am Ende des ersten Tages ausgeschieden, bei Subaru hat man sich höchstwahrscheinlich mehr erwartet.

Rang neun geht an den „Privatpiloten“ Cedric Robert, der damit eine respektable Leistung abgeliefert hat. Unmittelbar hinter ihm ein weiterer Peugeot-Pilot, im Gegensatz zu Robert enttäuscht Asphalt-Spezialist Gilles Panizzi allerdings mit Rang zehn.

Mit Platz elf und zwölf bringen Freddy Loix und Armin Schwarz ihre kränkelnden Hyundais mit verhältnismäßig großem Rückstand ins Ziel, Teamkollege Manfred Stohl belegt nach einer mehr als verkorksten Rallye den enttäuschenden 18. Gesamtrang.

Vor Stohl finden sich unter anderem Kristian Sohlberg (Mitsubishi), der Deutsche Matthias Kahle, der bei seinem Heimspiel im alten Skoda Octavia keine schlechte Vorstellung bot, Jari-Matti Latvala (Ford) und Peter Tsjoen auf einem alten Toyota Corolla WRC.

In der WM-Wertung führt weiterhin Richard Burns (43 Punkte), er konnte seinen Vorsprung auf Carlos Sainz (39) etwas ausbauen, Marcus Grönholm (38) und Sebastien Loeb (33) sind dafür weiter aufgerückt.

Auch Petter Solberg (30), Colin McRae (28) und Markko Märtin (27) sind noch nicht allzu weit abgeschlagen.

Endergebnis Deutschland Rallye:

1. LOEB-ELENA, Citroen, 3h46'50"400 (102.7 km/h)
2. GRONHOLM-RAUTIAINEN, Peugeot, + 00'03"60
3. BURNS-REID, Peugeot, + 00'19"70
4. MCRAE-RINGER, Citroen, + 00'31"40
5. MARTIN-PARK, Ford, + 00'57"90
6. SAINZ-MARTI, Citroen, + 01'38"60
7. DUVAL-PREVOT, Ford, + 01'48"10
8. SOLBERG-MILLS, Subaru, + 02'30"20
9. ROBERT-BEDON, Peugeot, + 03'12"80
10. PANIZZI-PANIZZI, Peugeot, + 03'39"60
11. LOIX-SMEETS, Hyundai, + 04'55"60
12. SCHWARZ- HIEMER, Hyundai, + 07'15"20
13. HIRVONEN-LEHTINEN, Ford, + 07'34"30
14. SOHLBERG-HONKANNEN, Mitsubishi, + 11'49"40
15. KAHLE-GÖBEL, Skoda, + 12'31"90
16. TSJOEN-CHEVALLI, Toyota, + 14'52"70
17. LATVALA-ANTTILA, Ford, + 14'58"60
18. STOHL-MINOR, Hyundai, + 16'07"90
19. WARMBOLD-PRICE, Ford, + 20'18"30
20. KOPECKY-SCHOVANEC, Skoda, + 23'54"40

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