RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

Citroën bietet Loeb Vollzeitcockpit an

Citroën möchte, dass Sébastien Loeb ab 2019 wieder eine komplette Rallye-WM-Saison bestreitet – lässt sich der Franzose überreden?

Mit der zwischenzeitlichen Führung und dem fünften Endrang nach Reifenschaden hat Sébastien Loeb bei der Mexiko-Rallye 2018 einen starken Eindruck hinterlassen. Zwar hinken Vergleiche mit dem späteren Sieger Sébastien Ogier, weil dieser am Freitag zunächst die Schotterstraßen freiräumen musste, doch das Citroën-Werksteam hat durchaus Selbstbewusstsein getankt – so sehr, dass man am liebsten gleich wieder komplett auf die Dienste des Rekordweltmeisters setzen würde.

"Es ist, als wäre der Boss zurück", beschrieb Kris Meeke die Wirkung, die die Anwesenheit Loebs ausgelöst hat. "Es ist dasselbe wie mit Ogier bei M-Sport. Plötzlich ist ein mehrfacher Weltmeister im Team, und alle legen noch eine Schippe drauf. Séb ist der Zenit des Rallyesports. Er bringt eine Aura mit, die jeden im Team sofort erfasst. Wir hätten hier beide leicht auf dem Podium landen können, leider haben wir beide einen Fehler gemacht."

"Ich habe immer gesagt, dass ich ihn wieder im Team haben will, und diese Rallye untermauert das nur", sagte der Nordire weiter. "Hätte ich die Chance, eine komplette Saison an seiner Seite zu absolvieren, würde ich so viel lernen. Er ist angekommen und hat sofort außerordentliche Arbeit geleistet. Was hätten wir für ein Team, wenn wir ihn dabeihätten und Craig [Breen; Anm.] im dritten Auto? Wir wären in der Hersteller-WM ganz vorne dabei. Warum sollten wir uns für nächstes Jahr nicht darum bemühen?"

Auch Citroën-Teamchef Pierre Budar hat viel Lob für Loeb übrig: "Mexiko hat seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wir haben gesehen, dass er immer noch unglaublich schnell ist und sich schnell auf ein neues Auto einstellen kann. Als er am zweiten Tag die Führung übernommen hat, sind alle an ihre Grenzen gegangen. Wir hätten nicht erwartet, dass er so schnell vorne mitmischen würde. Wir wussten, dass er ein paar tolle Dinge draufhat, aber hätten erwartet, dass er mehr Zeit benötigt."

Was hat der Franzose selbst zu einem möglichen Comeback zu sagen? Er lässt sich nicht in die Karten schauen: "Dieses Jahr mache ich Rallycross mit Peugeot. Ich kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen, und als ich mit der Rallye-WM aufgehört habe, wusste ich warum. Daran hat sich nichts geändert." Als einen Grund hat er damals das viele Reisen angeführt. "Jetzt fahre ich wieder, und das ist cool, aber die ganze Meisterschaft? Ich weiß nicht ... geplant ist das derzeit nicht", so Loeb.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: News

Weitere Artikel:

Am 27. und 28. Februar kehrt der Rallyesport nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Mit der ARC Rallye Triestingtal feiert die Austrian Rallye Challenge einen fulminanten Saisonauftakt....

Rallye Dakar 2026: Etappe 11

Lategans Traum vom Sieg platzt

Henk Lategan verliert in der elften Etappe mehr als eine Stunde - Mattias Ekström (Ford) holt Tagessieg - Nasser Al-Attiyah (Dacia) führt knapp vor Nani Roma (Ford)

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon

Gottfried Kogler 1957-2026

In memoriam Gottfried Kogler

Nachruf auf einen Freund. Es sind persönliche Worte - ein Versuch, einem so vielschichtigen und zugleich geradlinigen Menschen irgendwie gerecht zu werden…