RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

Sainz: Interesse an WRC-Test mit Citroen

Carlos Sainz will Citroen bei der Fahrwerks-Entwicklung des C3 WRC helfen - Und mittels eines Tests sich seinen eigenen Traum erfüllen.

Fast 400 PS, gewaltige Flügel und eine traumhafte Straßenlage: Carlos Sainz sen. schaut mit etwas Neid auf die aktuelle Fahrergeneration in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Sebastien Ogier, Kris Meeke und Co. messen sich in den spektakulärsten Rallyeautos seit der Gruppe-B-Ära. Altmeister Sainz hatte während seiner aktiven WRC-Zeit immer für mehr Leistung plädiert. Die aktuellen Probleme bei Citroen könnten "El Matador" aber eine Fahrt in einem aktuellen World Rally Car ermöglichen.

Obschon die Franzosen ein ganzes Jahr werksseitige Auszeit in der Rallye-WM genommen hatten, um sich auf die Entwicklung des 2017er-Modells zu konzentrieren, läuft die Saison bisher nicht nach Plan. Vor allem im Bereich der Aufhängung hadert die Mannschaft von Yves Matton regelmäßig. Die Fahrzeuge sind schwer abzustimmen. Wenn es passt, dann ist der Citroen C3 WRC ein Siegertyp, wie sich in Argentinien gezeigt hat. Doch die Aufhängung ist nicht nur zickig in der Abstimmung, sondern auch äußerst fragil, wie mehrere Schäden bei Unfällen gezeigt haben. Den WM-Titel haben die Franzosen bereits abgeschrieben.

Carlos Sainz, der bei der Citroen-Tochter Peugeot Raid-Rallyes fährt, hat sich ins Gespräch gebracht, bei der Abstimmung zu helfen. Einst ist er Teamkollege von Sebastien Loeb zu Zeiten des mit Hochtechnologie vollgepumpten Citroen Xsara WRC gewesen. 30 Jahre Rallye-Erfahrung sind nicht das schlechteste Empfehlungsschreiben. Natürlich macht er es nicht ganz uneigennützig. "Wenn man sich meine Interviews von vor ein paar Jahren ansieht, wird man immer feststellen, dass ich von der FIA ein leichteres und stärkeres Aero-Fahrzeug gefordert habe", sagt er gegenüber Autosport.

Ein bisschen fuchst es ihn schon: "Es waren wirklich gute Nachrichten, als ich gehört habe, dass die FIA solche Autos ermöglichen wird. Sie sind wichtig für den Sport. Nur leider konnte ich sie nicht mehr selbst erfahren." Da kommen die Citroen-Probleme doch gerade recht. "Ich wäre sehr interessiert, mal eines auszuprobieren - ich muss Citroen mal fragen, ob sie interessiert sind", winkt der 55-Jährige mit dem Zaunpfahl und rührt noch einmal die Werbetrommel: "Für das Team ist Input von einem Fahrer von außerhalb immer interessant. Vergesst nicht, dass ich schon den Polo testgefahren habe."

Bei allem Enthusiasmus wird sich Carlos Sainz aber noch ein wenig gedulden müssen. "Derzeit ist das nicht geplant", wimmelt Yves Matton ab. Was aber nicht heißen soll, dass die Türen komplett verschlossen wären: "Carlos arbeitet für den PSA-Konzern, deshalb wäre es leichter für uns, mit ihm zusammenzuarbeiten als mit jedem anderen Fahrer. Er hat Erfahrung im Polo, er weiß viel über den Rallyesport und worauf es bei der Entwicklung eines Rallyefahrzeugs ankommt."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: News

Weitere Artikel:

Rallye Weiz: Bericht TEC7 ORM2

Christoph Zellhofer siegt auch in Weiz

Ein routinierter Krimi-Autor könnte die Geschichte der TEC7 ORM2 Staatsmeisterschaft nicht besser schreiben: Bereits in ihrer Premieren-Saison als Championat mit Staatsmeister-Prädikat sorgt die ORM2 für Spannung bis zum letzten Rallye-Kilometer des Jahres.

So bitter der Ausfall von Simon Wagner auch ist: Die TEC7 ORM erwartet nun bei der 1.000 Hügel Rallye ein spannendes Finale mit drei Titelkandidaten...

Rallye Weiz: Bericht Opel GSE Cup

Opel Mokka GSE mischt die Allrad-Konkurrenz auf!

Timo Schulz gewinnt den dritten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 in Weiz. Mit Rang zwei knöpft der Franzose Tom Dufour dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab. Erstmals bestreiten die Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top-15.

WRC Estland: Nach Tag 1 (SP7)

Sami Pajari führt nach Hattrick zum Start

Nach Siegen bei den ersten drei Wertungsprüfungen führt Toyota-Pilot Sami Pajari die Rallye Estland an - Oliver Solberg erster Verfolger, Fourmaux bester Hyundai. Keferböck/Minor im WRC Masters Cup auf Platz zwei.

In der nationalen Historischen Staatsmeisterschaft bzw. HRM Classics sind prinzipiell alle Teilnehmer der FIA EHRC (mit den Superstars Jari-Matti Latvala und Francois Delecour) punkteberechtigt. Die einheimischen historischen Piloten tragen prominente Namen und sind auch in der EHRC vertreten durch den fünffachen Europameister Karl Wagner..

Rallye Weiz: Bericht TEC7 ORM3

Neulinger verteidigt souverän Titel!

Nach der Rallye Weiz heißt der alte und neue Staatsmeister der TEC7 ORM3 und RP-TOOLS Junioren-ÖM Marcel Neulinger – der erstmals für Lancia den Titel holt. Für Familie Neulinger gab es mit Rang zwei für Bruder Nico auch erstmals einen Doppelsieg zu feiern.