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Rallye-WM: News

Toyota-Comeback: Hirvonen als Testfahrer?

Finnische Sache: Tommi Mäkinen erklärt den Aufbau des Toyota-WRC-Teams und welche Rolle Mikko Hirvonen dabei spielen könnte.

Seit Anfang Juli ist klar, dass das Comeback von Toyota in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) im Jahr 2017 ein finnisches Projekt sein wird. Denn Teamchef wird der viermalige Rallye-Weltmeister Tommi Mäkinen, der das Team in seiner Heimat und nicht am Sitz der Toyota Motorsport GmbH (TMG) in Köln aufbauen wird. Damit rückt auch ein andere finnischer Pilot ins Blickfeld, der seine WRC-Karriere am Ende des Jahres beendet hat und damit der perfekte Testfahrer für die Entwicklung des Autos wäre: Mikko Hirvonen.

"Es wäre dumm, wenn ich nicht mit ihm sprechen würde", gibt Mäkinen im Interveiw mit rallye-magazin.de zu. "Er ist der Topfahrer, der keinen Vertrag hat, aber die aktuellen World-Rally-Cars von verschiedenen Herstellern sowie alle unterschiedlichen Streckenbedingungen in der Rallye-WM kennt", so Mäkinen über seinen Landsmann, der in der WRC für Ford und Citroen gefahren war.

Und Hirvonen, der im nächsten Jahr bei der Rallye Dakar starten will, würde nicht nein sagen, wenn Mäkinen ihn rufen würde. "Ich wäre interessiert, für Tommis WRC-Projekt zu arbeiten", so Hirvonen gegenüber Autosport. "Ich wohne nur drei Kilometer von der Fabrik entfernt. Wenn es also etwas zu tun gibt oder die Tests beginnen, wäre ich schnell da."

Vorerst stehen für Mäkinen aber wichtiger Themen als die Suche eines Testfahrers auf dem Programm, denn zunächst muss der 51-Jährige das Team aufbauen. "Unser Design-Team ist bereits da, aber wir müssen weitere Leute einstellen. Geplant ist, Mitte August mit der Arbeit anzufangen", so der Finne gegenüber wrc.com. Bisher bestätigt Mäkinen nur den ehemaligen Subaru-Ingenieur Michael Zotos als wichtige Personalie.

Dann stehe auch die Entscheidung über den endgültigen Standort an, die Mäkinen gemeinsam mit Toyota treffen will. "Wie jeder weiß, ist der enge Zeitplan die größte Herausforderung. Daher werden wir das Programm, inklusive des Designs und dem Bau der Prototypen in meiner jetzigen Fabrik in Puuppola (in der Nähe von Jyväskylä in Zentralfinnland; Anm. d. Red.) beginnen", sagt Mäkinen.

Auch welche Rolle TMG neben der Entwicklung des Motors spielen wird, steht noch nicht fest. "Wir müssen schauen, was wir sonst noch mit ihnen machen können. Sie haben eine starke Aerodynamik-Abteilung. In wieweit wir sonst noch mit ihnen kooperieren, müssen wir sehen", sagt Mäkinen, der jedoch klar macht, dass die Kölner trotz ihrer Erfolge im Rallyesport nicht mehr als ein Dienstleister sein werden. "Das Projekt steht unter meiner Verantwortung."

Nach der Aufstellung des Team sei der Bau von Testautos eine der drängendsten Aufgaben. Der seit dem vergangenen Jahr von TMG eingesetzt Prototyp des Yaris WRC seit aufgrund der für 2017 beschlossenen Regeländerungen für Tests nur noch bedingt geeignet. "Der Yaris entspricht dem Stand von 2015, und 2017 werden die Regeln völlig anders sein", so Mäkinen. "Wir müssen eigene Autos nach den neuen Regeln von 2017 bauen." Diese sollen spätestens im März 2016 einsatzbereit sein.

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