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Rallye-WM: News

Vorerst keine Stallorder bei Toyota

Obwohl Ott Tänak nach dem Argentinien-Sieg klar bestplatzierter Toyota-Pilot ist, will ihn Teamchef Tommi Mäkinen nicht bevorzugen.

Die Toyota-Werksfahrer Esapekka Lappi und Jari-Matti Latvala müssen vorerst nicht befürchten, zugunsten ihres Teamkollegen Ott Tänak mittels Stallorder eingebremst zu werden. Obwohl der Este nach seinem Sieg bei der Argentinien-Rallye in der WM-Wertung 32 Punkte vor Lappi sowie 41 vor Latvala liegt und momentan als einziger Toyota-Pilot im Titelrennen mitmischt, will laut Teamchef Tommi Mäkinen nicht ins sportliche Geschehen eingreifen.

"Ich glaube dass es besser ist, wenn man die Fahrer ihre eigene Rallye fahren lässt. Für die Meisterschaft ist es wichtig, dass zwei der Autos möglichst weit vorne landen, aber es ist noch zu früh, um darüber nachzudenken", sagt Mäkinen zum Thema Teamorder zu Lasten von Lappi und Latvala. "Ich möchte die Fahrer ihr eigenes Ding machen lassen. Ich glaube, ich würde sie sehr verunsichern, wenn ich ihnen sage, dass sie in Finnland langsamer machen sollen."

Diese Haltung unterstützt auch Tänak: "Ich kämpfe für mich alleine. So früh in der Meisterschaft ist das noch kein Thema. Wir sind im Team sehr offen, jeder kann sagen, was er haben will. Es gibt keinen Fahrer Nummer 1, 2 oder 3. Wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit, und Jari-Matti muss sich auf seine konzentrieren."

Angesprochen auf Latvala rät Mäkinen seinem Landsmann, den jüngsten Ausfall in Südamerika rasch abzuhaken: "Wir können das schnell vergessen und versuchen, ihn dabei zu unterstützen, dass auch er es schnell vergessen kann. Er muss vorausblicken und sich auf die nächste Rallye konzentrieren. Es war vor allem für ihn persönlich eine große Enttäuschung, aber er ist ganz gut damit umgegangen."

Bezüglich Starts von Nasser Al-Attiyah in einem vierten Yaris WRC bei einzelnen Rallyes zeigt sich Mäkinen skeptisch: "Wir können nicht garantieren, dass das klappt, daher würde ich Stand jetzt nein sagen. Es ist nicht unser Ziel, ein viertes Auto für einen Privatfahrer einzusetzen, aber wenn es klappt, wäre es nicht schlecht. Derzeit hat das aber sicherlich keine Priorität."

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