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Rallye-WM: News

Latvala hat bei Toyota unterschrieben

Sichere Quellen berichten, dass Jari-Matti Latvala die Rallye-WM 2017 neben Juho Hänninen beim neuen Toyota-Team bestreiten wird.

Autosport hat bestätigt, dass Jari-Matti Latvala 2017 nebst Juho Hänninen für Toyota in der Rallyeweltmeisterschaft an den Start gehen wird. Dem Vernehmen nach soll sich der ehemalige Volkswagen-Fahrer Anfang dieser Woche mit Tommi Mäkinens Team geeinigt haben. Den Yaris WRC wird er aber erst nach seiner Präsentation, die am Dienstag, dem 13. Dezember, in Helsinki stattfinden soll, zum ersten Mal testen. Nach dem Ausstieg vor 17 Jahren kehrt Toyota in der nächsten Saison in die Rallye-WM zurück. Es wird erwartet, dass Esapekka Lappi ab dem Frühjahr in einem dritten Yaris WRC sitzen und damit die rein finnische Fahrerbesetzung komplettieren wird.

Latvala selbst wollte bislang nicht bestätigen, dass der Vertrag bereits unter Dach und Fach ist: "Ich kann nicht bestätigen, dass ich unterschrieben habe. Ich verhandle gemeinsam mit meinem Manager Timo Jouhki viel mit Tommi. Ich kann dir aber nicht sagen, dass ich unterschrieben habe." Auf die Frage, ob er zuversichtlich ist, bei der Rallye Monte-Carlo dabei zu sein, lautete seine Antwort: "Wenn du mich vor einer Woche gefragt hättest, hätte ich gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, aber jetzt bin ich zuversichtlicher."

Latvala stellte auch klar, dass er den Yaris WRC bisher nicht getestet hat. Dieses Privileg ließen die Teams nur Sébastien Ogier zukommen. "Die Hersteller wollen eigentlich Sébastien. Deshalb erlauben sie es ihm, das Auto zu testen, aber für mich gilt das nicht", blickt Latvala der Realität ins Auge. Das ärgert ihn aber nicht: "Ich kann das verstehen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Citroën Sébastien nicht testen hat lassen. Es ist nicht so einfach, wenn sie dir nicht die Möglichkeit geben, das Auto auszuprobieren."

Latvalas Deal mit Toyota macht indes die Cockpitsuche für seinen ehemaligen Teamkollegen Andreas Mikkelsen noch schwieriger. Dem zweifachen Saisonsieger wurden ebenfalls Chancen bei Toyota eingeräumt. Nun muss der Norweger wohl warten, wie sich Ogier entscheiden wird. Die Optionen des Weltmeisters dürften sich mittlerweile nur noch auf M-Sport oder privat eingesetzte Polo WRCs beschränken. Die Chancen auf eine Rückkehr zu Citroën hingegen werden immer geringer. Ogier konnte den neuen C3 WRC bisher nicht testen.

Die Franzosen werden das endgültige Auto auch erst in der kommenden Woche fertig aufgebaut haben, wenn die Vorbereitungen für die Rallye Monte-Carlo beginnen. Ogier will keinen Vertrag mit einem Team unterschreiben, bevor er das Auto nicht testen konnte, wird sich aber in Kürze entscheiden müssen. Es gibt Spekulationen, dass ein aus dem Nahen Osten finanziertes Projekt auf die Beine gestellt werden könnte, um den fertig entwickelten VW Polo WRC 2017 doch noch einzusetzen. In diesem Privatteam, das mit Nasser Al-Attiyah in Verbindung stehen soll, könnten Ogier und vielleicht auch Mikkelsen unterkommen.

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