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Rallye-WM: News

Meeke kein Citroën-Werksfahrer mehr

Der Unfall bei der Portugal-Rallye war einer zu viel: Citroën hat mitgeteilt, dass Kris Meeke nicht mehr Teil des Werkskaders sei.

Citroën hat Kris Meeke wegen seiner wiederholten Ausfälle vor die Tür gesetzt. Wie die Franzosen am Donnerstag mitteilten, werden der Brite und sein irischer Beifahrer Paul Nagle nicht mehr für das Werksteam in der Rallye-WM antreten. Grund für den Rauswurf sei laut Mitteilung eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Unfällen, von denen einige sehr schwer waren und ernste Folgen für die Sicherheit der Crew hätten haben können; dieses Risiko sei in Relation zu den sportlichen Aussichten nicht mehr zu rechtfertigen gewesen.

"Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, weil es Auswirkungen auf einen Fahrer und einen Beifahrer hat, aber ihr zugrunde liegen Sicherheitsbedenken, die in meine Verantwortung als Teamchef fallen. Folglich haben wir uns zu diesem Schritt als vorbeugende Maßnahme entschieden", wird Pierre Budar zitiert. Beim nächsten WM-Lauf, der Sardinien-Rallye (7. bis 10. Juni), werden somit nur Craig Breen und Mads Østberg für Citroën fahren. Die Aufstellung für die weiteren Rallyes will das Team in Kürze bekanntgeben.

Der Rauswurf bei Citroën ist das vorläufige Ende von Kris Meekes äußerst wechselhafter WM-Karriere. Der Nordire war Mitte 2013 von Citroën verpflichtet worden und sollte nach dem Loeb-Rückzug um den WM-Titel kämpfen, konnte diese Erwartungen in den vergangenen fünf Jahren aber nie erfüllen. Zwar zeigte er immer wieder, dass er zu den schnellsten WRC-Piloten der Welt gehört und WM-Rallyes (ingesamt fünf) gewinnen kann, mindestens ebenso häufig schied er aber durch teils schwere Unfälle aus.

Auch heuer liegt der IRC-Gesamtsieger der Saison 2009 nach diversen Fehlern nur auf dem achten WM-Platz; das Faß zum Überlaufen gebracht haben dürfte aber sein Unfall bei der Portugal-Rallye am vergangenen Wochenende: Bei seinem Abflug in einen Wald war Meekes Citroën C3 WRC schwer beschädigt worden. Angesichts des resultierenden Wracks grenzte es fast schon an ein Wunder, dass Meeke und Nagle diesen Crash unverletzt überstanden.

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