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Diesel-Affäre: Audi zahlt 800 Millionen

Schlussstrich

Audi muss 800 Millionen Euro Strafe zahlen, im Gegenzug wird das Verfahren wegen des Verkaufs von manipulierten Diesel-Fahrzeugen eingestellt.

mid/rlo

Die Staatsanwaltschaft München hatte 2016 Ermittlungen gegen die VW-Tochter aufgenommen, zunächst wegen mutmaßlicher Verstöße auf dem US-amerikanischen Auto-Markt. Audi wurde strafbare Werbung und Betrug vorgeworfen.

Den Rechtsstreit in den USA (rund vier Milliarden Dollar) hat Audi-Mutter VW bereits beigelegt, ebenso jenen in Niedersachsen (eine Milliarde Euro). Im Zusammenhang mit der Diesel-Affäre wurde Audi-Chef Rupert Stadler in Untersuchungshaft genommen. Inzwischen musste der Vorstandsvorsitzende alle seine Ämter im VW-Konzern zur Verfügung stellen.

In der Mitteilung des Volkswagen-Konzerns heißt es wörtlich: "Die Audi AG hat den Bußgeldbescheid akzeptiert. Durch den Erlass des Bußgeldbescheids wird nach dem von der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen die Volkswagen AG geführten Ordnungswidrigkeitsverfahren ein weiteres wichtiges Verfahren im Zusammenhang mit regulatorischen Abweichungen bei Dieselfahrzeugen des Volkswagen-Konzerns abschließend beendet. Da die Audi AG als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss der Volkswagen AG einbezogen wird, wird sich das Bußgeld unmittelbar auf das Ergebnis der Volkswagen AG auswirken und als zusätzlicher negativer Sondereinfluss das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2018 entsprechend reduzieren."

Das Geld geht übrigens nicht einmal zum Teil an betroffene Autobesitzer, sondern gänzlich an die jeweilige Landeskasse - im Fall der VW-Strafe war es die niedersächsische, nunmehr ist es die bayerische.

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