Autowelt

Inhalt

VW: Vision vom modernen Auto-Europa

No more Silicon Valley

VW-Chef Matthias Müller gibt die Linie vor: VW soll beim autonomen Autofahren, der Digitalisierung und der Elektromobilität voll durchstarten.

mid/rlo

Bei der Mobilität von morgen müssen Autoindustrie und Politik enger zusammenarbeiten. Nur so lassen sich Herausforderungen wie das autonome Autofahren, die Digitalisierung oder die Elektromobilität meistern.

"Die Anstrengungen unserer Industrie allein werden nicht ausreichen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass der Industriestandort Europa in einer sich stark wandelnden Welt innovativ und wettbewerbsfähig bleibt", sagt Volkswagen-Chef Matthias Müller. Neuerungen aus dem Bereich Elektromobilität und Connectivity dürften nicht nur aus dem Silicon Valley kommen.

Ein echter Durchbruch der Elektromobilität wird seiner Ansicht nach nur möglich sein, wenn Politik, Gesellschaft und Behörden enger zusammenarbeiten. Als Beispiel nennt Müller die noch nicht vorhandene Infrastruktur: Europa brauche dringend ein flächendeckendes Netz an 150-kW-Schnellladestationen. Das Vertrauen der Kunden in die E-Mobilität werde nur wachsen, wenn es eine sichtbare und funktionierende Infrastruktur dafür gebe.

Im Sommer werde Müller die neue "Strategie 2025" für den Konzern vorstellen. Unter anderem werden die Konzernmarken bis 2020 rund 20 weitere Modelle mit Elektroantrieb bzw. als Plug-In-Hybride auf den Markt bringen, kündigte der Vorstandsvorsitzende an.

Mit Blick auf den Abgas-Skandal sagt Matthias Müller: "Wir nutzen die aktuelle Krise für eine grundlegende Neuausrichtung des Konzerns. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir jetzt die Chance haben, ein neues und besseres Volkswagen zu schaffen."

Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte, dass Europas größter Automobilhersteller die Abgaswerte seiner Fahrzeuge künftig von externen und unabhängigen Prüfern überprüfen und bestätigen lassen wird. Die Fahrzeuge des Konzerns sollen außerdem in Stichproben unter realen Straßenbedingungen getestet werden, erklärte Müller weiter: "Wir hoffen, das hilft, verlorenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen."

Europaweit stehen umfassende technische Lösungen für die betroffenen rund 8,5 Millionen Fahrzeuge fest. Die Umrüstung beginne nun. Die Kunden könnten sich auf Volkswagen verlassen: "Wir werden den Rückruf in der kundenfreundlichsten und bestmöglichen Art und Weise vollziehen."

Drucken
VW-Abgase: kaum Aufregung bei Käufern VW-Abgase: kaum Aufregung bei Käufern Porsche Holding: Jahresbilanz 2015 Porsche Holding: Jahresbilanz 2015

Ähnliche Themen:

09.05.2019
Strom fürs Volk

Das erste Serienauto der neuen ID-Familie von VW trägt eine 3 im Namen: der ID.3. Ab sofort läuft die Voranmeldung für die Sonderedition "1ST".

03.08.2017
Gipfeltreffen

Autoimporteure wollen einen Diesel-Gipfel auch für Österreich – mit Nachrüstungen und Ökoprämie, aber ohne Fahrverbote und Diesel-Ausstieg.

03.01.2017
Zurück in die Zukunft

In Detroit stehen nicht wie auf der CES in Las Vegas autonomes Fahren oder Elektromobilität im Fokus, sondern SUV, Achtzylinder und Pick-ups.

VW: Vision vom modernen Auto-Europa

Formel 2: Monaco Pole für ART-Piloten Nyck de Vries

Nyck de Vries sicherte sich die Pole Position für den ersten Formel-2-Lauf in Monaco, dahinter stehen Callum Ilott und Luca Ghiotto.

Steil bergauf KTM: neue Enduro-Generation EXC

Die neuen KTM-Enduros wurden dazu entwickelt, auf den steilsten Anstiegen, in schwierigstem Terrain und im tiefsten Schlamm zu bestehen.

Topmodel Citroen C5 Aircross PureTech 180 - im Test

Bezahlbar, aber ein bisschen extravagant: Mit dem C5 Aircross hat die Citroen einen weiteren Kandidaten für Frankreichs nächstes Topmodel.

ARC: Rallye St. Veit RRA: Erfolgreich in Kärnten und Tschechien

Race Rent Austria betreute in St. Veit sieben Autos - die beste Platzierung holte Neo-RRA-Pilot Michael Kogler mit Platz sechs.