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Porsche Holding: Jahresbilanz 2015

Fast unbeschadet

Österreichs größter Autoimporteur Porsche Holding kann - trotz stressigem VW-Abgasskandal - auf ein solides Jahr 2015 zurückblicken.

Das Jahr 2015 verlief für die im 100-prozentigen Besitz von VW befindliche Porsche Holding Salzburg (PHS) durchaus erfolgreich. Mit zum 31.12. erwarteten 664.000 Neuwagenauslieferungen werden die Rekordwerte von 2014 um 6,5 Prozent übertroffen.

Die Anzahl der Händler-Standorte stieg auf 628 (+36) Betriebe an. Weltweit beschäftigt das Unternehmen aktuell 33.000 Mitarbeiter (+700) und ist in 25 Ländern tätig. Im Großhandel (Automobilimport) wird die PHS bis Jahresende rund 288.000 Neuwagen ausliefern (+4,4 %) und damit erneut einen Bestwert erzielen.

Das Wachstum kommt in diesem Jahr vorrangig aus Osteuropa, dessen Gesamtmarkt auf 658.300 Neuwagen (+4,6%) ansteigt. Rechnet man die derzeit aufgrund der unruhigen politischen Situation schwache Ukraine heraus, verzeichnet die übrige CEE-Region einen Marktzuwachs von 14,2 %.

Der österreichische Neuwagenmarkt bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres. Mit Jahresende 2015 wird ein Pkw-Gesamtmarkt von rund 305.000 Neuzulassungen erwartet.

Die Volkswagen Konzernmarken halten per Ende November einen Marktanteil von 34,8 %. Dabei behaupten sich 4 Marken und 6 Modelle aus dem Volkswagen-Konzern in der Top 10-Wertung in Österreich.

Die Marke VW bleibt mit einem Marktanteil von 17,3 Prozent auch 2015 unangefochtener Marktführer und seit 1957 ohne Unterbrechung Österreichs Nummer-1-Marke, Skoda kommt auf 6,9 Prozent, Audi trotz A4-Modellwechsel auf 5,7 und Seat auf 4,4 Prozent - Österreich ist damit hinter dem Heimmarkt Spanien der erfolgreichste Seat-Exportmarkt der Welt.

Der Diesel-Abgasskandal brachte in Österreich lediglich eine kleine Delle. Nach einer Schrecksekunde von wenigen Tagen agierte man bei VW sehr transparent, was der Porsche Holding half, Kundenvertrauen schnell zurückzugewinnen. Außerdem schnürte man attraktive Angebots-Pakete. So betrug der Marktanteil der Marke VW im November in Österreich sogar 18,1 Prozent und liegt damit über dem Jahresschnitt.

Für die drei europäischen Varianten des vom Abgasskandal betroffenen Motorentyps EA 189 (1.2 TDI, 1.6 TDI und 2.0 TDI) stehen inzwischen die technischen Lösungen bereit.

„Die Umsetzung der Rückrufaktion der rund 388.000 von der Stickoxyd-Thematik betroffenen Fahrzeuge in Österreich wird eine Herausforderung für unsere Service-Organisation darstellen, die aber gut zu bewältigen ist“, betont Alain Favey (Bild oben), Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg.

Die betroffenen Kunden werden mit Beginn der Umrüstaktion - Anfang 2016 - gestaffelt nach Marke, Modell und Motorisierung angeschrieben und in die Werkstätten gebeten.

Die Umsetzung der technischen Maßnahmen wird zwischen 30 Minuten (1.2 und 2.0 TDI - reines Software-Update) und einer Stunde (1.6 TDI - Software-Update plus Montage eines Strömungsgleichrichters vor dem Luftmassenmesser) betragen und kann auch mit bereits geplanten Werkstatt-Terminen kombiniert werden. Während des Werkstattaufenthalts erhält der Kunde auf Wunsch kostenlose Ersatzmobilität.

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