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WEC: News

Freiheiten für neue LMP1-Hersteller

Sportliches Reglement der Langstrecken-WM: Beliebige Testfahrten, mehr Energie auf Abruf und weitere Vorteile für neue LMP1-Werke.

Die Macher der Langstrecken-WM, der Veranstalter der 24 Stunden von Le Mans sowie die Regelhüter der FIA halten potenziellen neuen Werksteams in der LMP1-Klasse die Steigbügel: Im überarbeiteten sportlichen Reglement für die Saison 2017 sind für Neueinsteiger zahlreiche Sonderregelungen festgeschrieben, die Interessenten wie Peugeot und Co. den Weg ebnen sollen, um möglichst schnell auf das Leistungsniveau von Porsche und Toyota zu kommen. Die speziellen Vorgaben für neue LMP1-Werksteams sind in Artikel 7.12 des sportlichen Reglements 2017 festgehalten.

Darin heißt es, dass entsprechende Hersteller Zugeständnisse technischer Natur erhalten würden. Der Umfang dieser Freiheiten ist nicht näher präzisiert, einige der Sonderregelungen könnten jedoch sogar im zweiten Jahr der Teilnahme an der Langstrecken-WM fortgeschrieben werden. Hinzu kämen viele Vorteile in anderen Bereichen. Neue LMP1-Werke dürften im ersten Jahr so viele Aggregate verwenden wie gewünscht; die Leistung des Verbrennungsmotors könnte mit zusätzlichen Energiezugeständnissen, etwa durch mehr Treibstoff pro Runde oder eine höhere Durchflussmenge, auf 98 Prozent des klassenbesten Triebwerks gebracht werden.

Neueinsteiger dürften während der ersten Saison sogar einmal die Hybridklasse (betrifft die maximale Energierückgewinnung in Megajoule) ändern. Zudem wäre die Anzahl der homologierten Aerodynamikpakete unbeschränkt, während Porsche und Toyota 2017 nur zwei Versionen einsetzen dürfen. Auch die Anzahl privater Testtage wäre für neue LMP1-Werke unbegrenzt; außerdem dürften 1.200 Stunden im Windkanal verbracht werden (Porsche und Toyota: je 800 Stunden).

Während die etablierten Teams ab 2017 pro Veranstaltung mit nur vier Reifensätzen durch Qualifying und Rennen kommen müssen, dürften Neueinsteiger deren sechs verwenden. Im zweiten Jahr der Teilnahme fielen viele Vorteile weg, doch zumindest blieben die technischen Zugeständnisse teilweise erhalten. Die zusätzlichen Energiezuweisungen würden von ACO und FIA überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zudem dürften auch in der zweiten Saison Veränderungen an den Hybridsystemen vorgenommen werden, die bei den anderen Teams für das gesamte Jahr fix homologiert sind.

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