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WEC: News

„Alle bei Peugeot wollen die Rückkehr“

Peugeot ist die allerletzte Hoffnung für die LMP1-Kategorie - Weiterhin ist ein Comeback ab 2020 nicht beschlossen, doch die Signale werden positiver.

Mit Porsche wird der letzte Krösus die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) Ende 2017 verlassen. Die LMP1-Klasse steckt in einer Krise, zumal Toyota nun die Wahl treffen muss, bis 2020 den Alleinunterhalter zu spielen oder der LMP1-Hybridkategorie den Todesstoß zu versetzen. Die Hoffnungen des ACO ruhen auf Peugeot. Da nun kein Jahresbudget von 150 bis 200 Millionen Euro pro Jahr nötig sein wird, um zu gewinnen, sollte die Wahrscheinlichkeit zum Einstieg der Franzosen gestiegen sein.

Mag man denken. Doch das Peugeot-Lager pokert weiter. Die Franzosen versuchen, das Maximum für sich rauszuholen. Das heißt, weiterhin Hybridtechnologie (mit Plugin, wofür sich Peugeot sehr eingesetzt hat), aber für 50 Millionen Euro Jahresbudget. Toyota gibt aktuell das Doppelte aus, was aber den Riesensummen geschuldet ist, die der VW-Konzern in seine beiden LMP1-Projekte gesteckt hatte. Eine Abrüstung käme auch in Köln sicher nicht ungelegen, sofern man der LMP1-Szene erhalten bleibt.

Die Signale jedenfalls sind weiterhin positiv. "Die Regularien entwickeln sich in eine positive Richtung", sagt Peugeot-Motorsportdirektor Jean-Marc Finot im Interview mit Dauphine Libere. "Sie beinhalten sehr interessante technische Aspekte wie den Plugin-Hybrid. Wir können die Boxengasse ohne Emissionen verlassen. Diese Evolution steht im Einklang mit den Zielen von PSA, dass unsere Autos ab 2023 zu 80 Prozent aus alternativen Antrieben bestehen sollen." Damit sind Elektro- und Plugin-Hybridautos gemeint.

Außerdem äußert sich Finot positiv über die Maßnahmen, die Kosten noch mehr zu senken: "Uns gefällt die Idee, dass wir nur noch ein Aerodynamikpaket pro Saison und einen standardisierten Unterboden verwenden dürfen. Das geht alles in die richtige Richtung." Aber Peugeot will weiter Dumping betreiben: "Wir müssen uns die Details des Reglements noch einmal ansehen und alle weiteren Möglichkeiten zur Kostenreduktion wahrnehmen."

Die gute Nachricht: "Alle bei Peugeot wollen die Rückkehr. Dieses Unternehmen besteht aus Menschen, die Leidenschaft mitbringen. Wir bräuchten zwei Jahre ab der Entscheidung. Davon sechs Monate, um das Konzept auszuwählen, das wir beim Auto verwenden wollen, ein Jahr zur Produktion aller Teile inklusive Ersatzteile und den Zusammenbau des Autos und dann sechs Monate zum Testen."

Das heißt also, dass die Entscheidung zum Einstieg spätestens im ersten Quartal 2018, besser aber 2017 fallen müsste. Ein vorgezogener Einstieg vor 2020 ist auch nach dem Porsche-Ausstieg nicht vorgesehen.

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