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Rallye-WM: News

Ogier: Bald Klarheit über die Zukunft

Kehrt Sébastien Ogier zu Citroën zurück? Teamchef Matton sieht keine Hürden, der Franzose will bis Ende des Monats Bescheid wissen.

Citroën will Sébastien Ogier zurück ins Werksteam holen, doch der ist auf dem Fahrermarkt gefragt. Der vierfache Weltmeister möchte zwar bei M-Sport bleiben, fordert jedoch, dass sein Arbeitgeber wieder zu einem Werksteam wird, was kaum in dessen Macht liegen dürfte, zumal Ogier seinem aktuellen Team eine knappe Frist gesetzt hat: Er will seine Zukunft bis Ende September geklärt haben.

"Vergangenes Jahr hat es zu lange gedauert; das will ich so nicht noch einmal erleben", sagte der 33jährige, der nach dem Ausstieg von Volkswagen am Ende der WM-Saison 2016 sein Cockpit erst im Dezember sicher hatte – einen Monat vor der Rallye Monte-Carlo, die er gleich gewinnen konnte. Er befindet sich in einer guten Verhandlungsposition – schließlich hat Citroën-Sportchef Yves Matton alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Franzosen in jenes Team zurückzuholen, in dem er einst groß geworden ist. Dafür ließ er sogar Andreas Mikkelsen zu Hyundai ziehen.

"Es hat Priorität, ihn in unser Team zu holen", erklärte Matton. "Momentan gibt es keine großen Hürden. Wir gehen das Schritt für Schritt an, aber es ist schwer zu sagen, wie seine finale Antwort lauten wird. Schließlich dürften wir nicht die einzigen sein, die an ihm dran sind." Unter diesen Interessenten ist auch M-Sport, das als Privatteam allerdings die schlechteren Karten hat.

Der langjährige M-Sport-Partner Ford hätte bei einer Rückkehr in die Rallye-WM die Chance, den vielleicht besten Rallyepiloten der Gegenwart langfristig an sich zu binden und endlich jenen ersten Fahrertitel seit Ari Vatanen 1981 zu holen, den man in 27 Jahren WM-Engagement zwischen 1986 und 2012 immer wieder (teils knapp) verpasst hat. Mit dem werksseitigen Rückzug des US-amerikanischen Herstellers aus dem Rallyesport wurde M-Sport zum Privatteam.

Auch Matton braucht dringend einen potenziellen Weltmeister im Team, um in der WM-Saison 2018 den Kampf mit Hyundai und Toyota aufzunehmen; die Japaner wollen nach ihrer Debütsaison, in der sie schon zwei Mal gewonnen haben, noch stärker auftreten. Wie dicht Matton an einer Verpflichtung von Ogier dran ist, weiß er selber nicht; darüber zerbricht er sich aber auch nicht den Kopf: "Es macht keinen Unterschied, ob es zehn Prozent oder 90 sind. Solange es nicht 100 Prozent sind, ist nichts unterschrieben."

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