RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

2017er-WRCs: Revolution abgesagt ...

Keine Hybriden, keine radikal neuen Autos – FIA-Rallyedirektor Mahonen verrät, warum die erwartete Revolution in der Rallye-WM ausbleibt.

In den vergangenen Monaten wurde viel spekuliert, als es um das technische Reglement der Rallye-WM ab 2017 ging. Unter anderem war von Hybridsystemen die Rede, von größeren Autos und neuen Motoren. FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen (Bild) verrät nun allerdings, dass viele dieser Ideen mittlerweile doch wieder durch das Raster gefallen sind.

"Ich denke nicht, dass es Hybridautos geben wird", stellt Mahonen gegenüber Autosport klar. Diese Gerüchte waren vor allem deshalb aufgekommen, weil Toyota für 2017 ein WM-Comeback geprüft hatte. "Es stimmt nicht, dass Toyota ein Hybridauto braucht", erklärt Mahonen allerdings und ergänzt: "Verschiedene Hersteller haben verschiedene Ziele, aber jetzt stehen wir alle auf der gleichen Seite."

"Es ist noch zu früh für Hybriden im Rallyesport", ist sich der Finne sicher und erteilt auch weiteren Ideen eine Absage: "Wir haben über verschiedene Größen bei den Motoren diskutiert, den damit verbundenen Benzindurchfluss und solche Dinge, aber es ist zu teuer und zu diesem Zeitpunkt auch zu unzuverlässig. Außerdem ist es zu früh dafür."

"Wir werden konventionelle Autos sehen, eine Evolution von dem, was wir haben", lautet daher sein Ausblick auf 2017. Allerdings wehrt sich Mahonen gegen den Vorwurf, dass er sich dem Fortschritt verschließen würde: "Mir würde eine Revolution gefallen. Ich sage in diesen Meetings am Anfang immer, dass ich gerne Silhouettenfahrzeuge mit 600 PS hätte – und dann wird es still. Es wird keine Revolution geben."

Bereits seit mehreren Monaten wird am technischen Reglement für die Saison 2017 gefeilt. Ende diesen Jahres sollte es eigentlich vorliegen, konkret ist allerdings noch immer nichts. Mahonen gibt zu: "Es ist kein Geheimnis, dass wir ein bisschen spät dran sind, aber die Kernpunkte werden wir in diesem Monat beschließen, damit wir im März etwas für das World Motor Sport Council haben."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

- special features -

Weitere Artikel:

EHRC Gravel, Lahti: Bericht Rosenberger

Achtungserfolg für Kris Rosenberger

Kris Rosenberger/Nicola Junschke-Bleicher versäumen das Podium nur sehr knapp - Rang vier bringt schlussendlich viele wichtige Punkte für die EHRC Gravel Wertung - Erstes Antreten auf den finnischen Schotter-Autobahnen als eindrückliches Erlebnis

ORM, OBM Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Fix ist nur, dass noch nix fix ist

Nach dem ersten Tag der OBM Land der 1000 Hügel Rallye ist der Titelkampf noch immer völlig offen / Simon Wagner führt, Favorit Hermann Neubauer folgt ihm nach und Michael Lengauer wirft eine 10-Sekunden-Strafe leicht zurück

EHRC Gravel, Lahti: Bericht Schindelegger

Schindeleggers mit Top-Platzierung in EHRC

Das Rallyeteam Schindelegger spielt seine bisherigen Finnland Erfahrung komplett aus und sichert sich trotz starker Konkurrenz viele Punkte für die Meisterschaftswertung.

TEC7 ORM3, OBM Rallye: Bericht

Lukas Dirnberger gewinnt zum Abschluss

Während der bereits in Weiz fixierte TEC7 ORM3-Champion Marcel Neulinger nach seinem Unfall beim EM-Lauf in Polen einen langen Reha-Weg zu beschreiten hat, unterstrich Vizemeister Lukas Dirnberger seine Position mit einem klaren Sieg.

ORM/ARC, OBM Rallye: Vor dem Start

Lasset den Showdown beginnen!

41 Teams sind zum Start beim Finale der TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft berechtigt / Heute Nachmittag beginnt mit der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Krumbach am Wechsel die wohl spannendste Titeljagd seit Jahrzehnten