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Rallye-WM: Interview

Lehtinen: "Haben alles dreifach geprüft"

Warum viel nicht immer viel hilft: Toyota-Sportdirektor Jarmo Lehtinen spricht über die Anlaufschwierigkeiten des Teams beim WRC-Comeback.

Die Rallye Monte Carlo, der Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017, war im Januar die erste Bewährungsprobe für das neu aufgestellte Team von Toyota. Diese endete prompt mit einem Podiumsresultat durch Jari-Matti Latvala, doch hinter den Kulissen lief beim ersten WRC-Start von Toyota nach 17 Jahren Pause nicht alles rund, wie Sportdirektor Jarmo Lehtinen verrät.

"Es gibt eine Menge Dinge, die wir in Zukunft verbessern können, damit die Abläufe im Team reibungsloser klappen und wir Zeit sparen", sagt der langjährig Beifahrer von Mikko Hirvonen im Interview mit WRC Radio. "Dieses Mal haben wir es in einigen Bereichen übertrieben."

Damit beim ersten WRC-Start auch ja nichts schiefläuft, hatte Toyota keine Kosten und Mühe gescheut. "Unser Team war größer als nötig, wir hatten einige Positionen doppelt besetzt, um auf Nummer sicherzugehen", erklärt Lehtinen. "Alle waren nervös, deshalb haben wir alles doppelt und dreifach geprüft. Vielleicht ist übertrieben das falsche Wort, aber wir sind sehr auf Nummer sicher gegangen."

Doch diese Vorsicht zahlte sich letztlich aus und wurde mit dem Podium durch Latvala und starken Zeiten auch von Teamkollege Juho Hänninen belohnt. Damit brachte Toyota auch alle Kritiker zum Verstummen, die nach den Verzögerungen beim Aufbau des Teams rund um Tommi Mäkinen und der Entwicklung des Yaris WRC an der Einsatzbereitschaft der finnisch-japanischen Mannschaft gezweifelt hatten.

Diese Unkenrufe im Vorfeld waren an Sportdirektor Lehtinen aber ohnehin abgeprallt. "Ich bin lange genug im Geschäft, um nicht auf diese Störgeräusche zu hören. Darum muss sich die Presseabteilung kümmern", meint er. "Wir haben uns auf den Aufbau des Team und die Mechaniker auf den Aufbau der Autos konzentriert."

Und das mit Erfolg, auch wenn Lehtinen sich noch etwas mehr Vorbereitungszeit gewünscht hätte. "Wir waren zwar nicht richtig bereit, aber bereit genug um bei der Rallye Monte Carlo anzutreten und diese Ergebnisse einzufahren", stellt der Finne zufrieden fest.

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