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Rallye-WM: News

Loeb: WRC-Comeback 2018 doch möglich?

Yves Matton hatte ein WRC-Comeback von Sebastien Loeb ausgeschlossen, doch nun macht er die Tür für das kommende Jahr einen Spalt auf: "Sage nicht nein".

Fotos: RedBullContentPool

Kurz vor dem Test von Sebastien Loeb im Citroen C3 WRC macht Citroen-Teamchef Yves Matton eine Kehrtwende. Hatte gerade noch ein Comeback von Loeb in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ausgeschlossen, sagt er nun zumindest für das kommende Jahr nicht ab. Scheinbar hat sein Dementi Ende Juli nur für die WRC-Saison 2017 gegolten. Hier jongliert der französische Konzern bereits mit fünf verschiedenen Fahrern. Doch: Für 2018 lässt Matton nun eine Hintertür offen.

Die Wahl des Fahrerkaders für die WRC-Saison 2018 steht bei Citroen noch nicht fest. Gäbe es also Platz für Sebastien Loeb, sollte er wieder Rallye fahren wollen? "Ich werde nicht nein sagen, weil es kein nein ist. Ich werde aber auch nicht ja sagen, weil es kein ja ist", sagt der Franzose gegenüber Autosport. Die Fahrerwahl für die Saison 2018 liege zudem noch "eine Weile in der Zukunft. Keine Ahnung, wer für uns fahren wird." Ein Dementi klingt in jedem Fall anders.

Definitiv fest steht, dass Loeb in der Saison 2017 nicht mehr zum Einsatz kommen wird. "Dazu gibt es keine Chance, weil ich ihm kein Auto geben kann", verweist Matton auf den derzeit ziemlich aufgeblähten Fahrerkader mit Andreas Mikkelsen, Kris Meeke, Craig Breen, Stephane Lefebvre und Khalid Al Qassimi.

Außerdem gibt er zu bedenken: "Ich halte es für keine gute Idee, ihn adhoc in ein Event zu schicken. Das Niveau in der Rallye-Weltmeisterschaft ist ziemlich hoch und man braucht viele Kilometer, um auf dieses Niveau zu kommen. Wenn eines Tages so etwas passieren sollte, dann muss es gut vorbereitet sein. Ich kann verstehen, wie attraktiv es erscheinen mag, ihn zurückzuholen, aber wie ich schon gesagt habe, müsste das richtig angestellt werden."

Loeb, mittlerweile 43 Jahre alt und Werksfahrer bei der Konzerntochter Peugeot in der Rallycross-Weltmeisterschaft und bei Raid-Rallyes, will es ebenfalls nicht ausschließen: "Rallye ist noch immer meine Leidenschaft. Trotz all der Disziplinen, die ich seit meinem WRC-Rücktritt ausprobiert habe, habe ich das Gefühl, dass Rallye das ist, was mir am meisten Spaß macht."

Für Citroen würde es Sinn machen, Loeb zurückzuholen. Schließlich hat seit seinem Rücktritt nach der Saison 2012 kein Fahrer bei den Franzosen auch nur ansatzweise das Format des neunmaligen Weltmeisters erreicht. Matton ist zunehmend verzweifelt, wie die kurzfristige Verpflichtung von Andreas Mikkelsen und der Test mit Loeb zeigen. Loeb selbst konnte in der Marathon-Rallyeszene immer wieder sein Talent in einzelnen Wertungsprüfungen zeigen, musste sich bislang aber stets Dakar-Legende Stephane Peterhansel geschlagen geben.

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