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Matthias Müller ist neuer VW-Chef

Totalumbau

Der VW-Konzern baut nach dem Abgas-Skandal um. Matthias Müller wird Vorstandschef, dazu gibt es Wechsel in Nordamerika, bei Skoda und Seat.

Georg Koman

Der neue Vorstandschef des VW-Konzerns heißt nach dem Abgang Martin Winterkorns Matthias Müller (Bild oben). Der 63-jährige Chemnitzer war zuletzt Chef der Marke Porsche und führte diese in den vergangenen fünf Jahren mit großem Erfolg. Bezüglich des Abgas-Skandals gilt er als unbelastet. Die Marke Porsche wird er vorerst zusätzlich weiter führen.

Gleichzeitig werden im Konzern Geschäftsfelder neu geordnet. So wird eine neue Region Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko) gegründet, deren Verantwortlicher per 1. November Winfried Vahland (bisher Skoda-Chef) wird.

Dazu wird es eine neue Markengruppe für den Sportwagensektor, bestehend aus Porsche, Bentley und Bugatti geben. Die Audi-Gruppe (mit Lamborghini und Ducati) bleibt unverändert.

Der Fokus der Konzernfunktionen wird stärker auf Effizienz und Zukunftsthemen ausgerichtet. Dazu werden organisatorische Einheiten gegründet, zum Beispiel für die Produktstrategie, für neue Geschäftsfelder, für Kooperationen und Beteiligungen, für das Thema Connected Car und für die CO2-Steuerung.

Darüber hinaus wird ein Chief Technology Officer im Auftrag des Konzernvorstands technische Entwicklungen konzernweit analysieren und gegebenenfalls mitsteuern.

Jürgen Stackmann - bisher Seat-Chef - wechselt in den VW-Markenvorstand (nicht zu verwechseln mit dem VW-Konzernvorstand) als Chef für Vertrieb und Marketing. Sein Vorgänger Christian Klingler verlässt "aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die Geschäftsstrategie" das Unternehmen. Man betont, dass das "nicht im Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen" stehe.

Stackmanns Nachfolger als Seat-Chef wird Luca de Meo (Bild links; bisher Vorstand für Marketing und Vertrieb bei Audi). Der 52-jährige Mailänder kam über Stationen bei Renault, Toyota Europe und Fiat 2009 zur Volkswagen AG.

Aufgrund des Wechsels von Winfried Vahland zu VW Nordamerika wurde der Chefsessel von Skoda frei, den per 1. November Bernhard Maier (55; Bild links) einnehmen wird. Der Baden-Württemberger war in seiner Jugend zunächst als Kfz-Mechaniker tätig, ehe er sich zu einem Studium der Betriebswirtschaftslehre entschloss.

Neben diesem Köpfe-Verschieben gab es durchaus auch ein Köpferollen zwei Ebenen unter Martin Winterkorn: Audi-Entwicklungsschef Ulrich Hackenberg, VW-Markenentwicklungsschef Heinz-Jakob Neußer und interessanterweise auch Porsche-Entwicklungsschef Wolfgang Hatz (die Marke Porsche hat keinen der betroffenen Motoren im Programm) wurden suspendiert.

Zudem hat VW den geschäftsführenden Aufsichtsratschef Berthold Huber damit beauftragt, externe Anwälte aus Deutschland und den USA zu ermächtigen, die Manipulation der Diesel-Abgaswerte "objektiv zu ermitteln und vollständig aufzuklären".

Ein endgültiger Chef des Aufsichtsrates und damit Nachfolger von Ferdinand Piëch ist ebenfalls gefunden: Der Aufsichtsrat wird am 9. November den 54-jährigen Oberösterreicher Hans Dieter Pötsch der Hauptversammlung als neues Aufsichtsratsmitglied vorschlagen und ihn bei Annahme danach zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates wählen.

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