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WEC: News

Peugeot: Weniger Hybridleistung gewünscht

Das Ringen um eine Rückkehr von Peugeot in die LMP1-Klasse in Le Mans geht weiter: Die Löwen wollen maximal 4MJ-Hybride für geringere Kosten.

Der Motorsport-Weltrat der FIA hat am Donnerstag auch die Regeländerungen in der LMP1-Klasse verabschiedet. Damit steht nun fest, dass neue Hersteller über technische Zugeständnisse angelockt werden können. Neueinsteigern werden Ausnahmeregelungen zugestanden, unter anderem dürfen mehr Motoren verwendet und umfangreichere Veränderungen an den Hybridsystemen vorgenommen werden. Hinzu kommt die Möglichkeit zu deutlich mehr Testfahrten.

Entstanden sind diese neuen Regeln vor dem Hintergrund des Audi-Ausstiegs und der Hoffnung des ACO, die Landsleute von Peugeot zu einem Comeback bewegen zu können. Dies ist bislang nicht gelungen. Im Gegenteil: Während in den Medien die Übernahme von Opel durch den PSA-Konzern (Peugeot und Citroen) prominent platziert war, gab es über das angebliche Interesse der "Löwen" an einer Rückkehr nach Le Mans gar nichts mehr zu hören.

"Die Gespräche mit dem ACO und der technischen Abteilung der FIA dauern an", verrät nun Peugeot-Sportchef Bruno Famin im Gespräch mit endurance-info.com. Man warte auf eindeutige Belege einer Kostensenkung in der LMP1-Klasse. Erst dann könne der Konzern über ein mögliches Comeback endgültig entscheiden. Die Aussagen von Famin machen klar: Ein Peugeot-LMP1-Programm wird es kurzfristig gar nicht geben können. Realistisch erscheint dies frühestens ab 2020.

"Wir müssen um Siege kämpfen können, ohne dass wir dafür Unsummen investieren. Gleichzeitig braucht es ein vernünftiges Maß an Hybridisierung", sagt Famin. Aus Sicht von Peugeot sei es unnötig, die Hybridsysteme bis auf zehn Megajoule (pro Le-Mans-Runde) auszubauen. "Systeme mit drei oder vier Megajoule würden wir für sinnvoll halten, denn so etwas kann man wirklich in die Straßenautos transferieren", meint der Peugeot-Sportchef.

Das aktuelle Reglement lässt maximal 8MJ-Hybride zu, die geplante Erhöhung auf zehn Megajoule wurde auf Eis gelegt. Großer Hybrid bringt großes Gewicht - so die Rechnung der Franzosen. "Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Technologie nur in einem gewissen Rahmen sinnvoll ist, denn sonst wird zu viel Gewicht herumgeschleppt. Wenn einer meint, er müsse drei Rückgewinnungssysteme mit zehn oder zwölf Megajoule verbauen, dann soll er es tun."

Klartext: Peugeot will keinen technischen Rückschritt in der LMP1-Klasse erzwingen. Toyota-Technikchef Pascal Vasselon hatte für einen solchen Fall schon mit einem Rückzug der Japaner gedroht. Die "Löwen" wollen allerdings die Gewähr, auch mit kleineren Systemen konkurrenzfähig sein zu können. "Wir wollen, dass man das Regelwerk diesbezüglich weiter öffnet", sagt Famin. "Wir haben Interesse an der Szene, denn sie ist die einzige Plattform, auf der man so etwas darstellen kann. Aber es muss sich rechnen."

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